Tag der offenen Tür im Waldkindergarten
Seinen Geburtstag feiert der Waldkindergarten in Nordrheda mit einem Tag der offenen Tür am 21. Mai.

 Am Samstag, 21. Mai, wird mit einem Tag der offenen Tür von 14 bis 17 Uhr  Geburtstag gefeiert. Im Waldkindergarten spielt sich alles im Freien ab. So können die Jungen und Mädchen die Natur zu allen Jahreszeiten intensiv erleben. Am Moorweg 83 gibt es lediglich eine Blockhütte, in die sich die Gruppe bei extrem starken Regen oder eisiger Kälte zurückziehen kann.

Petra Krumtünger, Leiterin des GNU-Waldkindergartens (kleines Bild), weiß, dass sich viele Eltern gar nicht vorstellen können, wie ein Kindergarten ohne Dach und Wände funktionieren kann. Sie würden sich zum Beispiel fragen: Laufen die Kinder im Wald denn nicht einfach weg? Lernen sie auch, sich zu konzentrieren? Wie sieht es mit der Schulreife aus? „Unser Tagesablauf unterscheidet sich gar nicht so stark von dem eines Regelkindergartens“, sagt Petra Krumtünger und beschreibt die Struktur. Ein typischer Waldkindergartentag beginnt mit dem Morgenkreis, in dem die Kinder und Erzieher singen, erzählen und spielen. Sie überlegen, an welchem der vielen Orte rund um den Kindergarten sie den Tag verbringen wollen: Geht es in den Buchenwald oder doch lieber ans Bohrloch oder Feld? Dann werden die Rucksäcke geholt, und versorgt mit Trinkflasche, Frühstück, Kleidung zum Wechseln, Handtuch und Sitzmatte geht es los. Mit dabei: der Handwagen mit einem Kanister frischen Wassers zum Händewaschen, Erste-Hilfe-Koffer, Bücher, Bastelsachen, Seile und Werkzeug. Und die Erzieher haben ein Handy mit dabei.

Unterwegs gibt es einiges zu entdecken, angefangen bei der Schnecke bis hin zum Tannenzapfen. „Bei uns ist auch der Weg das Ziel“, sagt Petra Krumtünger. Am Zielort wird gefrühstückt, gespielt, gebastelt, gebaut, gesungen. Gegen Mittag geht es zurück zur Hütte. Dort spielen die Kinder, bis ihre Eltern sie abholen. An drei Tagen können die Kinder auch über Mittag bleiben. Darüber hinaus wird ein Nachmittag in der Woche für Aktivitäten außerhalb des Waldes eingeplant. Dann werden Ausflüge in die Bücherei oder in die Stadt unternommen.

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