Tierschützer wollen Video vorführen
Foto: dpa
Belastendes Videomaterial aus einem Mastbetrieb in Rheda-Wiedenbrück wollen Tierschützer am Mittwoch vor dem Tönnies-Gelände zeigen.
Foto: dpa

Am Mittwochmorgen wollen die Aktivisten der Öffentlichkeit belastendes Videomaterial präsentieren – auf einer Großbildleinwand vor dem Werksgelände von Tönnies.

„Grausame Zustände“

Die Aufnahmen, die nach Darstellung der Tierschützer Anfang vergangener Woche in den Stallungen des Rheda-Wiedenbrücker Mastbetriebs entstanden sein sollen, zeigen verletzte Schweine sowie Spaltenböden, durch die Gülle nach oben drückt.

„Die Zustände in der angezeigten Mastanlage mit insgesamt 1000 Tieren sind grausam“, sagt Denise Weber. „Viele Schweine leiden an Verletzungen, die ganz offensichtlich nicht behandelt wurden“, sagt die Pressesprecherin des Deutschen Tierschutzbüros.

Es bestehe Handlungsbedarf

„Unzählige Schwänze und Ohren sind blutig gebissen.“ Für die Aktivisten steht fest: „Solche gravierenden Verletzungen passieren nicht über Nacht.“ In einem Kurz-Gutachten komme Universitätsprofessor Siegfried Ueberschär zu dem Urteil, dass akuter Handlungsbedarf bestehe und der Tatbestand der Tierquälerei erfüllt sei.

Beate Behlert, Sprecherin der Kreisverwaltung Gütersloh, bestätigte auf Nachfrage dieser Zeitung, dass der Veterinärabteilung vom Deutschen Tierschutzbüro entsprechendes Videomaterial zugespielt worden sei. Die Prüfung der Bilder sei bereits angelaufen.

SOCIAL BOOKMARKS