Tischlerei Holste erhält Zukunftspreis
Bild: Schulte-Nölle
Freuen sich über den „Zukunftspreis Handwerk OWL“ für die Tischlerei Holste: (v. l.) die städtische Wirtschaftsförderin Nikola Weber, Jens Uwe Pape (Kreishandwerkerschaft Gütersloh), Jens Prager (Handwerkskammer OWL), Karl-Heinz und Sandra Holste, Lena Strothmann (Handwerkskammer OWL), Jürgen Soetebier (Tischlerinnung Kreis Gütersloh) sowie der stellvertretende Bürgermeister Norbert Flaskamp.
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Die Auszeichnung wird am Dienstag, 9. April, in Gütersloh vergeben. Bereits am Donnerstagnachmittag stattete eine Delegation der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, der Kreishandwerkerschaft Gütersloh und der Stadt Rheda-Wiedenbrück der Tischlerei einen Besuch ab. Dabei lobte Lena Strothmann, Präsidentin der Handwerkskammer OWL und Vorsitzende des Stiftungskuratoriums, das Engagement von Karl-Heinz Holste für die Zunft. „Seit der Übernahme der Tischlerei Vogt im Jahr 2013 haben Sie das Personal vervielfacht und den Betrieb in verschiedenen Bereichen immer wieder modernisiert“, stellte sie heraus.

Nach Umzug autarker

Zwölf Köpfe zählt das Team der Tischlerei Holste aktuell. Vier Meister, zwei Gesellen sowie fünf Lehrlinge und ein Auszubildender, der seine Arbeitseinstiegsqualifikation dort erwirbt, stehen für Qualität, Innovation und Zuverlässigkeit. Im September 2017 zog das Unternehmen vom gepachteten Gründungsstandort in Rheda auf das Eckgrundstück zwischen Ringstraße und Feldhüser Weg um.

„Hier stehen uns mit mehr als 1000 Quadratmetern Betriebsfläche nicht nur 300 Quadratmeter mehr zur Verfügung“, erklärte Karl-Heinz Holste am Donnerstag: „Wir konnten das Areal auch kaufen, wodurch wir deutlich autarker geworden sind.“ Das gilt im Übrigen auch hinsichtlich der Energieerzeugung. So liefert nun eine Photovoltaikanlage einen Großteil des benötigten Stroms. Außerdem hat der 43-Jährige eine Hackschnitzelheizung angeschafft, die mit Holz befeuert wird – einem Rohstoff, der in der Tischlerei in rauen Mengen anfällt.

„Top-Gründer im Handwerk“ 2016

Das Leistungsportfolio des Betriebs reicht von Ankleiden und Garderoben über Badmöbel und Waschtischlösungen bis hin zu Einrichtungen für Arztpraxen, Kindergärten und Büros sowie für den Messe- und Ladenbau. Zudem ist die Tischlerei Holste Zulieferin für die Industrie. Schon mehrfach war man für Auszeichnungen nominiert worden, zuletzt 2017 für den Gründerpreis NRW. Dort gelangte das heimische Unternehmen letztlich zwar nicht aufs Treppchen, dafür aber unter die ersten zehn. Geschafft hat man es indessen bereits zum „Top-Gründer im Handwerk“ 2016.

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