Tönnies-Ableger nimmt Produktion auf
Der Tönnies-Ableger Tillmans Convenience, der ebenfalls am Stammsitz in Rheda beheimatet ist, darf seine Produktion wieder hochfahren.

Rheda-Wiedenbrücks Bürgermeister Theo Mettenborg (CDU) hat am Montag die entsprechende Teilaufhebung der städtischen Schließungsverfügung für das Gesamtunternehmen unterzeichnet. In den Kernbereichen des Fleischwerks – Schlachtung und Zerlegung – stehen die Bänder jedoch weiterhin still.

Fertiggerichte und abgepacktes Frischfleisch

Bei der Tillman’s-Convenience-GmbH arbeiten nach Unternehmensangaben etwa 1900 Beschäftigte. Der Tönnies-Ableger stellt außer frisch abgepacktem Fleisch für den Selbstbedienungsbereich in Supermärkten auch Fertiggerichte sowie veredelte Fleischwaren her. Hackfleisch, frische Bratwurst, Schnitzel oder auch Burger-Pattys umfassen unter anderem das Produktportfolio.

Am Montag fanden zudem die vor dem Wochenende angekündigten Tests der nachträglich durch spezielle Virenfilter optimierten Belüftungssysteme in den Tönnies-Produktionsstätten in Rheda statt. Behördenvertreter und Experten aus der Wissenschaft begleiteten die Probedurchläufe. Um Luftströme besser sichtbar zu machen, kam gefärbter Rauch zum Einsatz.

Über die Ergebnisse wurde zunächst nichts bekannt. Die bei den Tests gewonnenen Erkenntnisse müssten jetzt von Fachleuten ausgewertet werden, hieß es vom Kreis Gütersloh auf Nachfrage. Dieses könne einige Tage in Anspruch nehmen.

Weitere Anträge auf Wiederinbetriebnahme erwartet

Bürgermeister Mettenborg rechnet damit, dass Tönnies zeitnah einen Antrag auf Wiederinbetriebnahme von Schlachtung und Zerlegung bei der Stadt stellen wird. Darüber müssten die beteiligten Behörden dann „schnellstmöglich und trotzdem gewissenhaft“ entscheiden. Fest stehe aber schon jetzt, dass ein Neustart nur in kleinen Schritten erfolgen könne, sagte Mettenborg.

Ansteckungsgefahr auf ein Minimum reduzieren

In weiten Teilen der Produktionsstrecken seien in den vergangenen Tagen nicht nur leistungsstärkere Luftfilter eingebaut worden, sondern auch andere Schutzmaßnahmen getroffen worden, erläuterte der Bürgermeister. So seien beispielsweise auch zahlreiche Trennelemente aus Glas aufgestellt worden. Ziel aller vom Unternehmen in Absprache mit den Behörden getroffenen Maßnahmen sei es, künftig das Ansteckungsrisiko der Beschäftigten mit dem Coronavirus auf ein Minimum zu reduzieren, sagte Theo Mettenborg.

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