Tönnies: Jeder dritte Mitarbeiter geimpft
Bei Tönnies in Rheda ist fast jeder dritte Mitarbeiter mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden.

Dass trotzdem bereits vergleichsweise viele Mitarbeiter bei Tönnies in Rheda gegen Covid-19 geimpft wurden, führt das Unternehmen auf seine vor einigen Wochen gestartete Impfkampgane zurück (diese Zeitung berichtete).

Betriebsärzte erhalten wenig Impfstoff

Seit dieser Woche dürfen in NRW auch Betriebsärzte impfen. Doch es fehlt an Impfstoff, um alle großen Unternehmen zeitgleich mit genügend Dosen versorgen zu können. Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hat daher bereits vor einigen Wochen damit begonnen, die Belegschaft durch niedergelassene Ärzte zu impfen.

Diese kommen nach ihren regulären Sprechzeiten in die Betriebsarztpraxis der Unternehmensgruppe in Rheda. Insgesamt hat so nun schon jeder dritte Mitarbeiter des Lebensmittelunternehmen mindestens eine Impfdosis erhalten.

Fleischwerk setzt auf Alternativen

Aufgrund der großen Impfstoff-Nachfrage in Deutschland durch die Aufhebung der Priorisierung haben die Betriebsärzte von Tönnies in dieser Woche indes nur vergleichsweise wenige Dosen erhalten. „Uns war klar, dass wir nicht mit Impfstoff überhäuft werden, wenn die Betriebsärzte an der Reihe sind. Daher haben wir früh schon unsere Fühler nach Alternativen ausgestreckt“, sagt Gereon Schulze Althoff, Leiter des Pandemie-Krisenstabs bei Tönnies. Die Mitarbeiter von Tönnies gehören als Angestellte der Lebensmittelindustrie und kritischen Infrastruktur zur Priorisierungsgruppe drei. Für diese Gruppe gibt es seit Mitte Mai die Zulassung, sich von niedergelassenen Ärzten impfen zu lassen. „Wir sind froh, dass sich gleich mehrere Hausärzte bereiterklärt haben, nach dem Ende ihrer normalen Sprechstunde in den Praxen ihre Freizeit zu opfern, um unsere Mitarbeiter zu impfen“, erläutert Schulze Althoff.

Praxis seit Mitte Mai in Betrieb

Das Unternehmen nutzt seit Mitte Mai die Räume der neuen Betriebsarztpraxis im Verwaltungsgebäude. Dort finden an mehreren Tagen pro Woche Impfungen statt. Inzwischen liegt die Impfquote nach Unternehmensangaben bei 30 Prozent. „Inklusive der Impfungen, die Mitarbeiter in Impfzentren oder bei Hausärzten erhalten haben, kommen wir schon jetzt auf mehr fast 2000 Erstimpfungen“, sagt Gereon Schulze Althoff. Jetzt hoffe man auf zusätzlichen Impfstoff vor allem über die Betriebsärzte, um die anderen 70 Prozent der Belegschaft impfen zu können.

Um eine möglichst hohe Impfbereitschaft zu erreichen, informiert Tönnies seine Mitarbeiter seit Wochen über die Vorzüge einer Impfung. Auch an den anderen Standorten der Gruppe läuft die Impfkampagne bereits. So gibt es einige Tönnies-Außenstellen, in denen schon alle Beschäftigten eine Impfung erhalten haben.

SOCIAL BOOKMARKS