Tönnies: Reichen 1,5 Meter Abstand aus?
Reichen die Mindestabstände bei Tönnies in Schlachtung und Zerlegung aus? Die Rheda-Wiedenbrücker Bündnisgrünen hegen Zweifel.

In einem offenen Brief fordern sie Bürgermeister Theo Mettenborg (CDU) auf, vor dem Hintergrund der neuen Erkenntnisse über eine Vergrößerung des Mindestabstands nachzudenken.

Grüne hegen Zweifel

„In den Produktionsprozessen bei der Firma Tönnies konnten sich im Bereich Schlachtung und Zerlegung Aerosole von Sars-CoV-2-Partikeln mehr als acht Meter weiter übertragen“, heißt es in dem Schreiben der grünen Stadtratsfraktion. Und weiter: „Darin sehen die Forscher eine zentrale Ursache für den massiven Corona-Ausbruch bei Tönnies.“

In den vom Bürgermeister unterzeichneten Teilaufhebungsverfügungen für den Neustart vom 15. und 16. Juli werde jedoch nur ein Mindestabstand von eineinhalb Metern an allen Arbeitsplätzen in Schlachtung und Zerlegung gefordert. „Der neue Kenntnisstand könnte nahelegen, dass der zum Zeitpunkt der Verfügungen noch allgemein als sicher bewertete Abstand nicht ausreichend ist, um trotz neuer Filtertechnik und verbesserter Luftzufuhr das Infektionsrisiko zu minimieren“, erklären die Grünen.

Sechs akute Corona-Fälle

Laut Kreisverwaltung Gütersloh gibt es bei Tönnies aktuell sechs Corona-Neuinfektionen. Am Freitag waren es noch drei.

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