Tönnies schafft Wohnraum für Mitarbeiter
Foto: Sudbrock
Moderne Studentenunterkünfte, die ein Tönnies-Tochterunternehmen in Lemgo (Kreis Lippe) errichtet hat, sollen als Vorbild für die in Rheda-Wiedenbrück und anderswo vom Fleischkonzern geplanten Mitarbeiterwohnungen dienen.
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Das hatte seinen Grund, wie Bürgermeister Theo Mettenborg (CDU) erläuterte. Denn der Erste Beigeordnete Dr. Georg Robra, der seitens der Stadt die Gespräche mit Tönnies koordiniert, befinde sich aktuell im Urlaub. Der Rathauschef konnte aber bestätigen, dass es bei den Gesprächen mit Tönnies „um eine generelle Prüfung möglicher Standorte für neue Wohneinheiten“ gehe. Zugleich versicherte Mettenborg, „dass jedes Neubauvorhaben dem Rat zur Entscheidung vorgelegt wird“, sofern es sich um städtische Grundstücke handele. Unabhängig davon könne der Konzern schon jetzt bestehende Wohnimmobilien und Grundstücke auf dem freien Markt erwerben, sagte der Bürgermeister.

Bis zu 1500 Einheiten geplant

Das geschehe bereits, bestätigte Tönnies-Sprecher Dr. André Vielstädte am Donnerstag auf Nachfrage dieser Zeitung. Der Konzern sei intensiv damit beschäftigt, bestehenden Wohnraum aufzukaufen und für seine Mitarbeiter herzurichten. Schon mehrere hundert Wohnplätze habe man auf dieser Weise zusammenbekommen.

Fortschritt macht Deutschlands größter Fleischkonzern nach eigenem Bekunden aber auch bei der Schaffung von neuem Wohnraum. Im Sommer hatte das Unternehmen angekündigt, nach und nach 1500 Wohneinheiten für bis zu 3000 Beschäftigte errichten zu wollen. Als Vorbild sollen moderne Studentenwohnheime dienen, wie sie ein Tönnies-Tochterunternehmen in Lemgo (Kreis Lippe) errichtet hat.

Erste Vorhaben in Planungsphase

Die ersten dieser Neubauvorhaben befinden sich laut Vielstädte inzwischen in der Planungsphase. Zu den genauen Standorten machte der Konzernsprecher unterdessen keine Angaben. Nur so viel: „Unsere Aktivitäten sind nicht auf das Rheda-Wiedenbrücker Stadtgebiet beschränkt, sondern verteilen sich auf die gesamte Region Ostwestfalen-Lippe.“

Nach vielfacher Kritik an den Wohnbedingungen seiner Produktionsbeschäftigten will Tönnies die Unterkünfte künftig größtenteils selbst bewirtschaften. Zudem sollen allgemeinverbindliche Standards für Größe und Ausstattung gelten.

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