Transporter mit sieben Neuwagen kippt um
Bild: Eickhoff
500.000 Euro Schaden sind am Donnerstagmorgen auf der A2 bei Rheda-Wiedenbrück entstanden. Ein Autotransporter, der mit mehreren zum Teil sehr teuren Neuwagen beladen war, kippte 500 Meter hinter der Raststätte Gütersloh um.
Bild: Eickhoff

Der Fahrer des Transporters wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Der Sachschaden wird von der Polizei auf 500.000 Euro geschätzt. Mit insgesamt sieben Fahrzeugen war der Lkw beladen, außer den beiden Porsche-Modellen und dem Phaeton waren auch ein VW Touran, zwei Skoda Fabia und ein Peugeot 106 an Bord.

Nach Polizeiangaben verlor der 38-jährige Lkw-Fahrer aus dem Vogtland gegen 9.30 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache die Gewalt über den Autotransporter. Das Gespann prallte in die Mittelleitplanke und kippte 500 Meter hinter der Rastanlage Gütersloh auf Rheda-Wiedenbrücker Stadtgebiet auf die Fahrerseite.

Während das Mercedes-Führerhaus zwischen den beiden Mittelleitplanken liegen blieb, schleuderte der Auflieger auf die Gegenfahrbahn. Der Panamera und der Phaeton lösten sich aus der Sicherung und kippten auf die Fahrbahn. Die anderen Pkw blieben auf dem Auflieger in den Sicherungen hängen.

Der Lkw-Fahrer wurde vom Notarzt sowie der Rettungswagenbesatzung aus Rheda-Wiedenbrück behandelt, nachdem ihn die Feuerwehrleute aus dem Führerhaus befreit hatten. Alarmiert worden waren außer der Berufsfeuerwehr Gütersloh und dem Löschzug Spexard auch der Löschzug Wiedenbrück und die hauptamtlichen Kräfte aus der Doppelstadt an der Ems. Die Feuerwehrleute pumpten unter anderem Diesel aus den defekten Tanks ab, ausgelaufener Kraftstoff und andere Betriebsstoffe wurden mit Bindemittel abgestreut.

Bei dem Unfall wurden ein weiterer Lastwagen und ein Auto, die auf der A2 in Richtung Hannover unterwegs waren, durch herumfliegende Trümmerteile leicht beschädigt. Zunächst wurde die Autobahn komplett gesperrt, anschließend konnte der Verkehr in Richtung Dortmund einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Bevor die Bergungsarbeiten starteten, ließ die Polizei die zwischen der Anschlussstelle Rheda-Wiedenbrück und der Unfallstelle wartenden Fahrzeuge vorbeifahren.

Für die Bergung wurden unter anderem zwei Autokräne (50 und 70 Tonnen) eines Rheda-Wiedenbrücker Spezialunternehmens eingesetzt. Die Richtungsfahrbahn Hannover an der Anschlussstelle Rheda-Wiedenbrück musste gesperrt werden. Es bildete sich ein Rückstau von bis zu acht Kilometern. In diesem Rückstau ereigneten sich drei Folgeunfälle, bei denen lediglich Blechschaden entstand. Auch auf der Richtungsfahrbahn Dortmund staute sich der Verkehr auf einer Länge von bis zu acht Kilometern. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

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