Trockenübung zum Hochwasserschutz
Bild: Sudbrock
Die Staumauer entlang der Ems hat mehrere Durchlässe – beispielsweise im Bereich der Fußgängerbrücke an der Reinkenwiese in Höhe des Rhedaer Freibads. „Wie können wir gewährleisten, dass diese Lücken im Ernstfall so schnell wie möglich geschlossen werden?“, fragt UWG-Ratsmitglied Dirk Kamin.
Bild: Sudbrock

Als eine der letzten baulichen Maßnahmen ist im vergangenen Jahr die Trockenmauer zwischen Werl und Freibad in Rheda fertiggestellt worden.

UWG-Ratsherr Dirk Kamin hat Bürgermeister Theo Mettenborg empfohlen, es nicht dabei zu belassen, sondern den Katastrophenfall in einem möglichst realistischen Szenario durchzuspielen. Eine Hochwasserübung unter Beteiligung aller Rettungskräfte sei dringend erforderlich, um im Ernstfall ein reibungsloses Ineinandergreifen der einzelnen Sicherheitsmaßnahmen zu gewährleisten, sagt er.

„Nur durch einen entsprechenden Testlauf erlangen wir Gewissheit darüber, ob unsere Stadt tatsächlich auf ein potenziell immer mögliches Jahrhunderthochwasser vorbereitet ist“, betont Dirk Kamin. Das sei insbesondere für die Bürger, deren Häuser in der Nähe der Ems stehen, keine unwesentliche Information. Die Erfahrung bei Hochwasserkatastrophen in anderen Regionen des Bundesgebiets habe gezeigt, dass selbst ausgeklügelte bauliche Schutzvorkehrungen wirkungslos bleiben, wenn Lücken oder Durchlässe in den Staumauern nicht rechtzeitig von den Einsatzkräften verschlossen werden.

Welche Rettungskräfte sind zur Bewältigung einer Hochwassersituation erforderlich? Muss auch auf freiwillige Helfer zurückgegriffen werden? Wie und wo werden die Sperrmaterialen zum Schließen der Mauerdurchlässe gelagert? Stehen genügend geeignete Transportmittel zur Verfügung? Wer koordiniert den Einsatz und die einzelnen Rettungsdienste? Antworten auf diese und weitere Fragen erhofft sich der UWG-Ratsherr aus Rheda von der Durchführung einer realistischen Ernstfallübung.

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