Umweltpolitik Thema bei Jungliberalen
Bild: Daub
Wiedergewählt wurde der NRW-Landesvorsitzende Henning Höne beim 74. Landeskongress der Jungliberalen in Rheda-Wiedenbrück. Das Bild zeigt (v. l.) Niklas Seggewiß, Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen, Henning Höne und Daniel Friedenburg, Bezirksvorsitzender OWL, im A2-Forum.  
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Erster Landesvorsitzender Henning Höne (24), Coesfeld, wünscht sich ein „neues Team von favorisierten“ hochrangigen Politikern. Zu ihnen zählt er auch den NRW-Landeschef Daniel Bahr. Im Gespräch mit der „Glocke“ nannte Höne, der für eine weitere Amtszeit von den Delegierten gewählt wurde, Gesundheitsminister Philipp Rösler und FDP-Bundesgeneralsekretär Christian Lindner. Bis zum Bundesparteitag der FDP im Mai werde jeder aus den eigenen Reihen begrüßt, der das „Außenbild“ der Liberalen durch neue Ideen verbessere.

Nachhaltigkeit als zentrales Prinzip liberaler Umweltpolitik

Beim zweitägigen Landeskongress der bundesweit größten Nachwuchsorganisation der FDP im A2-Forum interessierte die Teilnehmer ein Leitantrag zu dem Thema „Lebensgrundlagen schützen – Nachhaltigkeit als zentrales Prinzip liberaler Umweltpolitik“, dem sie per Akklamation stattgaben. Martina Sitko, Hamm, stellvertretende Landesvorsitzende und Pressesprecherin, zitierte den Antrag: „Eine größtmögliche Freiheit für den Einzelnen, die wir Liberalen fordern, bedeutet auch die Verantwortung des Einzelnen, der Gesellschaft und des Staates gerade für die Umwelt.“ Sitko sieht angesichts der Situation in Japan die aktuelle Bedeutung der Thematik: „Erneuerungen müssen stattfinden.“ Dazu zähle, dass die öffentliche Hand bei Bauprojekten die Passivhausbauweise zum Standard mache, dass „auch die Unternehmen als Marktteilnehmer und Ressourcenverbraucher ihrer ökologischen Verantwortung nachkommen“. Ein erster Schritt in diese Richtung einer Umweltpolitik, die nicht an den Ländergrenzen anhalte, sei die Schaffung eines Bundesumweltgesetzbuchs. Ziel sei es, das Umweltrecht „neu zu ordnen und zu vereinfachen“.

FDP-Image verändern

Ein Problem sei der „immer größer werdende Flächenverbrauch“. Der tägliche Flächenneubedarf müsse „auf null Hektar reduziert“ werden, heißt es im Leitantrag der NRW-Jungliberalen. Es komme darauf an, zunächst dafür zu sorgen, dass der Nutzen, der aus einer Fläche gezogen werde, maximiert werde. Die JuLis, meinte Martina Sitko, bemühten sich damit auch, das FDP-Image, die Partei interessiere hauptsächlich Steuer- und Wirtschaftspolitik als Schwerpunkte, mit ihrem Umweltpolitikantrag zu verändern.

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