Unfall auf A2: Kind noch in Lebensgefahr
Bild: Eickhoff
Durch die Wucht des Aufpralls auseinandergerissen wurde das Fahrzeug einer 38-Jährigen aus dem Kreis Warendorf bei einem schweren Unfall auf der A2 bei Rheda-Wiedenbrück. Dabei wurde ihr sechs Monate alter Säugling aus dem Fahrzeug geschleudert und von mindestens einem Auto überfahren. Das Baby erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.
Bild: Eickhoff

Inzwischen hat ein Unfallzeuge ausgesagt, der Wagen der Familie aus dem Kreis Warendorf - den genauen Herkunftsort will die Polizei nicht nennen - sei erst einen kleinen Rechtsschlenker gefahren und dann abrupt nach links auf die Leitplanke zugesteuert, sagte der Polizeisprecher. Ein anderes Fahrzeug habe den Unfall wohl nicht verursacht. Somit sei ein Fahrfehler als Ursache naheliegend. Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Sachverständige untersuchten die am Unfall beteiligten Fahrzeuge, auch werde weiterhin nach Spuren gesucht.  Hinweise auf ein absichtliches Fahrmanöver der Frau gebe es nicht.

Das Auto der Familie mit der Mutter am Steuer war am späten Samstagabend in die Mittelleitplanke gerast. In den  Peugeot Kombi krachte ein Kleinbus mit einer fünfköpfigen Familie aus Hamm und teilte ihn in zwei Hälften. Das Auto sei „zerfetzt“ worden, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei.

Dabei wurde das Baby auf die Gegenfahrbahn geschleudert und überfahren. Mehrere Autos fuhren in die Unfallstelle. Weitere 18 Menschen wurden verletzt.

Gegen 23.20 Uhr waren am späten Samstagabend die ersten Notrufe bei Polizei und Feuerwehr eingegangen.  Sofort wurden von der Leitstelle vier Rettungswagen aus Rheda-Wiedenbrück und Gütersloh sowie die beiden Notärzte aus den beiden Städten alarmiert. Später kam noch das Modul Soforthilfe dazu, um bis zu zehn Patienten rettungsdienstlich zu versorgen und zu transportieren. Den Helfern bot sich an der Unfallstelle ein Bild des Grauens. Die Helfer mussten die 38-jährige aus dem Wrack befreien, weitere Rettungskräfte mussten die nähere Umgebung nach anderen Unfallbeteiligten absuchen.

Einige Unfallbeteiligte waren auf der Rückfahrt von einer Hochzeitsfeier, als es zu dem Unfall in Höhe der Brücke über die Straße „Am Sandberg“ kam.

Die Autobahnpolizei Bielefeld sperrte die komplette Autobahn an den Anschlussstellen Rheda-Wiedenbrück und Herzebrock-Clarholz, im weiteren Verlauf schon ab dem Autobahnkreuz Bielefeld.

Im Rückstau auf der Richtungsfahrbahn Hannover ereignete sich ein weiterer Verkehrsunfall. Hier waren vier Fahrzeuge beteiligt und es wurde eine Person leicht verletzt. Dieser Unfall wurde durch Unterstützungskräfte aus Dortmund aufgenommen.

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