Unterstützung für krebskrankes Mädchen
Bild: Schulte-Nölle
Für Ali Senol (l.) ist es selbstverständlich, an der Typisierungsaktion des Alevitischen Kulturvereins Rheda-Wiedenbrück teilzunehmen. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.) Ali Kaya, Suna Yesilyurt, Kamuran Ugurlu, Sainer Aktas, Yaren Altunöz und Dila Ugurlu.
Bild: Schulte-Nölle

Stammzellen von einem passenden Spender könnten ihr das Leben retten. Ob er der Richtige ist, wird Ali Senol – so wie die anderen Spender – wohl erst in einigen Wochen erfahren.

Potenzielle Spender reisen von weither an

Der 29-Jährige ist extra aus Bielefeld angereist, um das nur wenige Minuten dauernde Prozedere auf sich zu nehmen. Senol muss Geburtsdatum, Körpergröße und Gewicht, seine Abstammung sowie seinen vollständigen Namen und die Adresse preisgeben, bevor er sich mit einem Wattestäbchen selbst eine DNA-Probe aus dem Mundraum entnimmt.

Zu helfen ist selbstverständlich

Es sei für ihn selbstverständlich, zu helfen, betont er im Gespräch mit der „Glocke“ – zumal, wenn damit so wenig Aufwand verbunden ist. Ali Senol ist nicht der einzige, der eine weitere Anfahrt in Kauf genommen hat, um sich bei der Aktion einzubringen.

Engagierte Bürger kommen unter anderem aus Bad Salzuflen, Beelen und Gütersloh nach Rheda- Wiedenbrück, hat Sainer Aktas, Vorstandsmitglied der Alevitischen Gemeinde in der Doppelstadt an der Ems, beobachtet. Der agile Zusammenschluss hatte im Vorfeld ordentlich die Werbetrommel gerührt, Plakate aufgehängt, Handzettel verteilt und nicht zuletzt das Netzwerk der Aleviten in der Region genutzt, um auf Öyküs trauriges Schicksal aufmerksam zu machen.

„Mensch steht im Mittelpunkt“

„Unser Glaube fordert uns dazu auf, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen“, unterstreicht Aktas. Da durfte es freilich nicht fehlen, dass auch er selbst am Sonntag als leuchtendes Beispiel voranschritt und das Wattestäbchen zückte.

Die Typisierung fand in Kooperation mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) statt, die dem Kulturverein sämtliche Materialien inklusive einer detaillierten Anleitung zur Verfügung gestellt hatte, so dass nicht eigens ein DKMS-Mitarbeiter vorbeischauen brauchte.

Frühstück als Dankeschön

Vor Ort kümmerten sich Suna Yesilyurt, Yaren Altunöz sowie Dila und Zeynap Ugurlu um die potenziellen Stammzellenspender. Außerdem hatten die Frauen der alevitischen Gemeinde ein üppiges Frühstück auf die Beine gestellt.

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