Valentinstag: Rote Rosen ohne Reue
Kein schlechtes Gewissen beim Rosenkauf: (v.l.) Roland Wagner, Jutta Hüttig, Renate Petersburs, Sylke Klasen, Barbara Flaskamp und Umweltberaterin Dorothee Kohlen.

„Fair-Fleurs“ heißt das Qualitätsmerkmal. Um Rosen geht es vor allem, um großblumige. Erst einmal. Das Fair-Trade-Gütesiegel an den Stielen von Deutschlands beliebtester Blume garantiert dem Käufer ein gutes Gewissen. Er kann sich zum Beispiel darauf verlassen, dass die im afrikanischen Kenia oder in Tansania herangezogenen Edelpflanzen nicht auf Kosten der dort beschäftigten Arbeiter produziert werden, nicht auf Kosten der Gesundheit und nicht zu Ausbeuterlöhnen. Die Einhaltung festgelegter sozialer Standards für menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen wird regelmäßig überprüft.

Fair gehandelte Blumenware

Zurzeit muss die Fair-Trade-Blumenware noch im Vorfeld geordert werden, damit sie pünktlich im Laden ankommt. Roland Wagner vom gleichnamigen Blumenhaus ist sich aber sicher: „Immer mehr Großhändler werden auf Fair-Trade setzen.“ Und dann werde es demnächst möglich sein, ohne Vorbestellung die Gütesiegel-Rosen beim täglich vorfahrenden Blumenwagen zu kaufen. Renate Peterburs („Blumenzeit“) geht davon aus, dass die Nachfrage nach Fair-Trade-Produkten im Blumenhandel stark zunehmen wird, wenn das Angebot erst vorhanden und bekannt ist.

Preise sprießen nicht in die Höhe

„Fair-Fleurs“ bedeute im Übrigen auch faire Preise für den Endkunden, versichern die Wiedenbrücker Blumenhändler. Teils erhebliche Preissteigerungen für die Schnittblume Nr. 1, insbesondere für rote Rosen, wie sie regelmäßig schon lange vor dem globalen Valentinstag einträten, gebe es für die Fair-Trade-Ware nicht. Und teurer, versprechen die Händler, werde das florale Präsent wegen des Gütesiegels nicht.

Umweltberaterin freut sich

Begrüßt wird die Initiative auch von der Stadt, wie Umweltberaterin Dorothee Kohlen versicherte. Immerhin sei Rheda-Wiedenbrück seit 2010 „Fair-Trade-Stadt“. Der Fair-Trade-Einkaufsführer müsse jetzt allerdings einmal erneuert werden, meinte sie angesichts des wachsenden Angebots.

Zum Wiedenbrücker Blumendienst gehören die Blumenhäuser Wagner (Rektoratsstraße 36), Klasen (Friedhofsweg 16), Heithörster (Rietberger Straße 23) und Hüttig („Floristisches Handwerk“, Lange Straße 79) sowie Peterburs („Blumenzeit“, Lange Straße 24) und Flaskamp („Blumen und Accessoires“, Lippstädter Straße 74).

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