Verrückte Geschichten eines Wahl-Texaners
Bild: Wille
Auswanderer Konny Reimann war jetzt im Reethus zu Gast.
Bild: Wille

Ein Ledersessel, eine Karte seines „Konny Island“ am Moss Lake und eine große Leselampe zieren die Bühne. Mehr braucht der waschechte Hamburger und Wahl-Texaner nicht, um sein Publikum zu begeistern.

Reimann erzählt Anekdoten aus seinem Leben, wie es zu der Auswanderung kam und welch verrückte Szenen sich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten so abspielen. Ehrlich, bodenständig und in gewohnt lockerer Manier gibt er Einblick in seinen Alltag.

Ein Freund von ihm zog nach Texas, und als der verrückte Hamburger und seine Freundin Manu ihn besuchten, war schon am gleichen Abend klar: Die Familie will auswandern. Schnell wurde erfolgreich eine Greencard beantragt. Da gab es nur noch ein Problem: Beide müssen heiraten. Reimann reagierte darauf spontan: „Na Manu, willst mich heiraten oder wat?“ Gesagt, getan – und ab nach Las Vegas. Natürlich gefalle ihm Deutschland und besonders seine Heimatstadt Hamburg immer noch, aber bei Deutschlandbesuchen habe er schnell wieder Heimweh. „Deutschland ist nach wie vor ein geiles Land. Hamburg ist meine Heimat, aber mein Zuhause ist Texas“, erklärte er.

Außerdem hat Reimann in Texas die Möglichkeit, sich ganz ohne strenge Auflagen zu verwirklichen: „Alles, was ich hier illegal gemacht habe, kann ich jetzt in Texas legal tun“, erklärte er lachend. In Deutschland wäre es sicher nicht möglich, mit einem alten Schulbus durch die Stadt zu fahren oder ein 30 Meter hohes Haus inklusive Leuchtturm zu bauen.

Der Alltag der Wahl-Texaner ist verrückt: Beinah täglich hat Reimann eine Panne mit seinem 32 Tonnen schweren Bus. Bremse, Getriebe oder Rückwärtsgang kaputt – bei den Reimanns ist das Normalität. Der Hobby-Schrauber regelt alle Reparaturen selbst. Bei dem verrückten Auswanderer kann es auch mal passieren, dass er auf die Idee kommt, seine Hose zum Trocknen in die Mikrowelle zu packen.

Mit seinen Geschichten über das unkomplizierte und für Deutsche ungewöhnliche Leben in den Staaten brachte er alle zum Lachen. So, wie man es schon von seinen Fernsehauftritten kennt.

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