Vier Verletzte bei Auffahrunfall
Bild: Eickhoff
Trotz Verbots wollte der Fahrer dieses Mercedes GLE 450 AMG auf der Bielefelder Straße in Lintel einen VW Caddy überholen. Das riskante Manöver scheiterte. Vier Verletzte und Sachschaden im fünfstelligen Bereich sind die traurige Bilanz.
Bild: Eickhoff

Der Fahrer eines Mercedes GLE 450 AMG wollte laut Polizei verbotswidrig überholen und fuhr auf einen vor ihm abbiegenden VW Caddy auf. Der Fahrer, vermutlich ein 23-jähriger Mazedonier mit Wohnsitz in Rheda-Wiedenbrück, hatte sich nach ersten Ermittlungen der Polizei erst am Dienstag das 367-PS-Gefährt für 58.000 Euro gekauft. Mit ihm im Mercedes saßen ein 42-jähriger Landsmann auf dem Beifahrersitz und eine Frau (44) auf der Rückbank.

Riskantes Überholmanöver

Auf dem geraden Teilstück zwischen Rheda-Wiedenbrück und Gütersloh wollte der 23-Jährige dann offenbar den vor ihm fahrenden VW Caddy überholen. Zeitgleich beabsichtigte der 65-jährige Fahrer des VW Caddy, von der Bundesstraße nach links auf den Hilgenbusch abzubiegen. In diesem Bereich gilt auf der Bundesstraße nach mehreren schweren Unfällen seit Jahrzehnten ein Überholverbot.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde nicht nur die Anhängerkupplung des Transporters deformiert. Der Wagen schleuderte zudem mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Bordstein, so dass das hintere Rad an der Beifahrerseite abriss. Der Caddy kippte um. Ersthelfer konnten den Verletzten aus dem Fahrzeug retten, noch ehe die alarmierte Feuerwehr eintraf. Der äußerlich nur relativ leicht beschädigte Mercedes kam nach links von der Straße ab und blieb auf dem Seitenstreifen liegen.

Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst im Einsatz

Nachdem die ersten Notrufmeldungen bei der Polizei eingegangen waren, wurde der Löschzug Wiedenbrück alarmiert. Ferner wurden die Rettungswagen aus Rheda-Wiedenbrück und Gütersloh sowie die Notarzteinsatzfahrzeuge aus den beiden Städten zur Unfallstelle gerufen. „Wir sind nicht alarmiert worden“, berichtete Helmut Niemeier vom eigentlich zuständigen Löschzug Lintel auf Nachfrage.

„Wir stellten den Brandschutz sicher, klemmten die Batterien ab und nahmen ausgelaufene Betriebsstoffe auf“, erklärte Sebastian Lohmann als Einsatzleiter. Die Verletzten wurden vor Ort notärztlich behandelt und anschließend in Krankenhäuser transportiert.

35.000 Euro Sachschaden

Die Polizei sperrte die Bundesstraße für mehr als zwei Stunden. Die beteiligten Fahrzeuge waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Den Sachschaden schätzten die Beamten auf etwa 35.000 Euro.

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