Was würde die gelbe Wertstofftonne kosten?
Bild: Nienaber
Dünn und rasch zerrissen sind die gelben Säcke. Der Problematik hat sich am Montag der Haupt- und Finanzausschuss in Rheda-Wiedenbrück gewidmet.
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„Da die Qualität der „gelben Säcke“ in den letzten Jahren immer dünner geworden ist, sind sie oft schon vor der Nutzung eingerissen beziehungsweise reißen beim Befüllen sehr schnell“, begründen die Christdemokraten ihr Anliegen. Peter Bremhorst wies auf die Möglichkeit hin, dass man gegenüber dem Dualen System Deutschland (DSD) die Forderung nach einer stärkeren Ausführung der Säcke formulieren könne. Solche allerdings würde Mehrkosten mit sich bringen. Laut Verwaltung sind im vorigen Jahr an die Rheda-Wiedenbrücker 965 380 Säcke in einer Stärke von 15 Mikrometer abgegeben worden. Das kostete 28 720 Euro. Die nächst höhere Stärke beträgt 22 Mikrometer und würde jährliche Mehrkosten in Höhe von rund 10 340 Euro bedeuten. „Die Mehrkosten sind nicht gebührenfähig“, unterstrich Bremhorst, dass die Stadt die Kosten übernehmen müsste. Die Ausschussmehrheit hat nun beschlossen, erst eine Entscheidung zu treffen, wenn überprüft worden ist, was die vorzeitige Einführung einer gelben Wertstofftonne kosten würde. Wie Bremhorst zuvor erläutert hatte, ist die Abfallwirtschaft zurzeit durch die Neuordnung der Wertstofferfassung im Umbruch. Noch stehe ein Wertstoffgesetz aus, das womöglich die Einführung einer Wertstofftonne beinhalte, doch derzeit wisse man nicht, nicht wohin die Reise geht. Er hatte deshalb dazu geraten, das Gesetz abzuwarten.

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