„Wenneberschule kein Auslaufmodell“
Bild: Sudbrock
Gegensätzlicher hätten die Meinungen zur Zukunft der Wenneberschule nicht sein können: Während sich SPD- und Elternvertreter für den Erhalt aussprachen, blieb die Stadtverwaltung bei ihrem Nein. Das Bild zeigt zu Beginn der Diskussionsrunde im Vereinsheim des FSC Rheda (v.l.) Moderator Maik Birkholz, Michaela Koroch, Brigitte Frisch-Linnhoff (beide SPD), Dr. Georg Robra (Stadt) sowie die drei Elternvertreterinnen Beate Schmits, Corinna Schumacher (beide Andreas-Wenneber) und Monika Moselage (Parkschule). 
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An dem Stammtisch des SPD-Ortsvereins im Sportheim des FSC Rheda zur drohenden Schließung der Bildungseinrichtung nahm auch der Erste Beigeordnete und Schuldezernent Dr. Georg Robra teil. Er unterstrich, dass die Stadtverwaltung von ihrem Vorschlag, die Wenneberschule bis 2021 auslaufend aufzulösen, nicht abrücken werde. Aus fachlicher Sicht spreche alles für eine Aufgabe des Standorts an der Berliner Straße. „Und ich habe heute Abend kein Gegenargument gehört, das mich hätte umstimmen können.“

3000 Unterschriften „ein Klacks“

Am Dienstag, 21. Februar, wird sich der Schulausschuss mit der Fragestellung befassen. Die Sprecherinnen der Elternvertretung des Grundschulverbunds Andreas-Wenneber, Corinna Schumacher und Beate Schmits, kündigten an, nicht kampflos aufgeben zu wollen – selbst wenn es in der Fachausschusssitzung und später im Rat eine politische Mehrheit für die Schließung geben sollte. Denkbar sei beispielsweise ein Bürgerbegehren. Die dafür notwendigen etwa 3000 Unterschriften zusammenzubekommen, bezeichneten sie als „Klacks“.

Kritik an der Stadtverwaltung

Die SPD treibe die Frage um, weshalb die Stadtverwaltung in der Debatte um die Standortaufgabe „diesen enormen Zeitdruck aufbaut“. Ein wirklicher Austausch mit Eltern und Lehrern habe nicht stattgefunden, betonte Brigitte Frisch-Linnhoff.

„Herausragende pädagogische Arbeit“

Ausschlaggebend für das mehrheitliche Nein der sozialdemokratischen Fraktion gegen die Schließung sei zum einen die in der Schule geleistete „herausragende pädagogische Arbeit“, zum anderen der gute Zustand des Gebäudes am Rand der Innenstadt gewesen. Noch vor fünf Jahren habe die Stadt bekräftigt, dass der Komplex für eine zweizügige Grundschule ausgelegt sei. Brigitte Frisch-Linnhoff verwies in diesem Zusammenhang auf die zahlreichen Sanierungsmaßnahmen, die die Kommune in und an dem Gebäude durchgeführt habe.

Gewachsenes System nicht aufs Spiel setzen

„Für uns steht fest, dass hier ohne Not ein gewachsenes und von den Eltern akzeptiertes Grundschulsystem aufgegeben werden soll“, bekräftigte die stellvertretende Bürgermeisterin. Ein Umbau könne nicht abschätzbare Folgen nach sich ziehen. „Die Entwicklung der Schülerströme ist nur schwer vorhersehbar. Im schlimmsten Fall müssten die beiden Gemeinschaftsgrundschulen Park und Andreas ausgebaut werden, um dem Anmeldeverhalten der Eltern gerecht zu werden.“

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