Westag & Getalit AG auf Wachstumskurs
Die Türen zum englischen und russischen Markt möchte Bernhard Wenninger, Vorstandsprecher der Westag & Getalit AG, öffnen. Moderates Wachstum kennzeichnet das Unternehmen.

Der Vorstandssprecher der Westag & Getalit legte am Donnerstag die Zahlen für 2010 vor. Und die können sich sehen lassen. Der Umsatz von 216,6 Millionen Euro (mit einem Plus von 7,6 Prozent) ist Beweis dafür, dass das Wiedenbrücker Unternehmen die weltweite Wirtschaftskrise schadlos überstanden hat. Das Vorsteuerergebnis von 15,1 Mio. Euro (Vorjahr 14,9 Mio. Euro) und ein Jahresüberschuss von 10,6 Mio. Euro untermauern dies.

1200 Beschäftigte

Westag & Getalit beschäftigt an den Standorten Wiedenbrück und Wadersloh insgesamt 1200 Mitarbeiter. Das Unternehmen fertigt Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnisse. Mit Sperrholz/Schalung, Türen/Zargen und Laminate/Elemente sind die drei Unternehmenssparten genannt.

Steigende Rohstoffpreise

Wenninger führte die positive Entwicklung des Unternehmens, das 81,2 Prozent seines Umsatzes in Deutschland erzielt, unter anderem auf die Belebung des Baumarkts zurück. Dass das Ergebnis (plus 0,9 Prozent) nicht im gleichem Umfang während des Beobachtungszeitraums zunahm wie der Umsatz (7,6 Prozent) dämpft den Optimismus. Der Vorstandssprecher rechnet diese Entwicklung den enorm steigenden Rohstoffpreisen zu. „Bei den Holzwerkstoffen waren Teuerungsraten von 30 Prozent zu verzeichnen, bei den Chemikalien von bis zu 50 Prozent“, sagte Wenninger. Vor diesem Hintergrund sei eine Preiserhöhung von zehn Prozent, wie sie Westag & Getalit im Segement der Türen zum Teil weitergebe, moderat.

Flexibles Arbeitszeitmodell

Einen Anteil am Geschäftserfolg hat die Belegschaft. Der Vorstand lobte das flexible Arbeitszeitmodell. Der prozentuale Anteil des Personalaufwands am Umsatz sank um 1,4 Punkte im Jahr 2010 auf 30,2 Prozent. Durch Investitionen von insgesamt 9,5 Mio. Euro konnte laut Wenninger die Produktivität gesteigert werden.

Dividende unverändert bei 0,94 Euro

Anlass zum Optimismus haben die Wiedenbrücker. Die Westag & Getalit AG, zu deren Wachstumsstrategie nach eigener Aussage nicht unbedingt eine Akquise gehört, weist für das erste Quartal 2011 ein Umsatzsteigerung von zehn Prozent aus. Aufsichtsrat und Vorstand werden nicht zuletzt deshalb der Hauptversammlung am Dienstag, 26. Juli, im Rhedaer A2-Forum eine unveränderte Dividende von 0,94 Euro pro Stammaktie und einen Euro pro Vorzugsaktie vorschlagen.

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