Willi Repke: Ein Leben für die Kunst
Tier- und Landschaftsbilder gehörten zum Repertoire des Kunstmalers Willi Repke sen.

 Schon in jungen Jahren von seinem berühmten Vater Heinrich angeleitet, zeichnete und malte der Sohn, früh stand sein Entschluss fest, dem überaus erfolgreichen Kunst- und Kirchenmaler Heinrich Repke zu folgen.

Beim Vater in der Schule

So studierte Repke in Kassel, München und Florenz und kopierte in den großen Museen Europas die Meister der Malerei. Er lernte ebenso viel im Haus seines Vaters, der die Kirchenmalerei über Westfalen hinaus berühmt machte, und lernte sowohl handwerklich solide als auch akademisch angeleitet. Willi Repke begleitete den Vater und eignete sich so die religiöse Malerei an: Es entstanden Madonnen, Christusdarstellungen und viele Skizzen und Bilder zu religiösen Themen.

Blumen, Landschaften, Porträts

Seine Begabung, die im Laufe der Jahrzehnte durch unzählige Bilder dokumentiert ist, lag in der Blumenmalerei, in westfälischen Tier- und Landschaftsbildern, sowie in der Porträtmalerei. Viele öffentliche Aufträge hoher Würdenträger, Politiker und Unternehmer belegen diese lange Schaffensperiode. Seine Blumenstillleben in Öl und Pastell wurden auf vielen Ausstellungen hervorgehoben und verkauft.

Willi Repke wohnte zeitlebens in seinem Haus in Wiedenbrück. Sein Atelier war Teil dieses Hauses, sein Garten war Ruhepunkt, Bewegungsplatz und Inspiration für seine Blumenstillleben. Sein Wirken ist dokumentiert in seinem Atelier, auf Hunderten von Bildern in Wiedenbrücker Bürgerhäusern, im Wiedenbrücker-Schule-Museum, auf dem Bild „Pollhansmarkt“ im Schloss Holter Rathaus, in der genauen Wiedergabe der vergangenen vier Oberkreisdirektoren im Kreishaus und in der Pastellstudie von Mutter Teresa, die er nicht kennen lernte, aber sehr verehrte.

Die Schönheit der Welt zeigen

 Sein Leben war der Kunst gewidmet, er wollte die Welt in ihrer Schönheit zeigen. So wohnt den Blumenstücken ein impressionistischer, farbenfroher Zauber inne, es waren keine dem Modernismus geschuldeten Farbkleckse, man wusste, was er gemalt hatte. Repke beherrschte die hohe Schule der bildnerischen Kunst und hat sie fortentwickelt. Die Formgebung war ihm wichtig, die Farbgebung folgte daraus, getreu seinem oft zitierten Vorbild Adolf von Menzel: „Ein Künstler der nicht zeichnen kann, der fang‘ auch nicht das Malen an.“

SOCIAL BOOKMARKS