Wohncontainer für 600 Flüchtlinge
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Solche oder ähnliche Containerdörfer für Flüchtlinge könnten an bis zu 18 Standorten in Rheda-Wiedenbrück entstehen. Für den Ankauf von Metallmodulen für 600 Personen will die Stadt in den kommenden beiden Jahren 10,8 Millionen Euro ausgeben.
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Darüber hinaus ist der Ankauf von Häusern und Wohnungen im Gespräch. Um zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber zu schaffen, plant die Kommune zwischen 2016 und 2019 Investitionen von mehr als 26 Millionen Euro. Durch Kredite sollen zehn Millionen Euro finanziert werden.

Schnelles Handeln ist angezeigt, denn die vorhandenen Unterkünfte werden nach Mitteilung der Stadtverwaltung voraussichtlich schon zum Jahreswechsel knapp. Kurzfristig sollen deshalb Container-Module für insgesamt 600 Menschen angeschafft werden. Die Ausgaben für die Wohncontainer beziffert die Verwaltung auf 10,8 Millionen Euro in den kommenden beiden Jahren.

Über mögliche Standorte für die Flüchtlingscontainer hat man sich im Rathaus bereits Gedanken gemacht. Die Module in Stahlrahmenbauweise könnten unter anderem an folgenden Straßen aufgestellt werden: Am Uhlenbrock, Am Werl, Am Lattenbusch, Am Freibad, Burg („Ballonwiese“), Am Kalekamp, Landweg, Im Ried, Reitäckerstraße, Postdamm, Schulstraße (Parkplatz) und Schmale Straße.

Die 600 Frauen, Männer und Kinder, die in den Containern ein Zuhause auf Zeit finden, sollen nach den Plänen der Stadt zu Selbstversorgern werden. Anders als in der im Auftrag der Bezirksregierung in den Sporthallen am Burgweg eingerichteten Notunterkunft für 450 Personen ist also keine Verpflegung durch ein Cateringunternehmen vorgesehen.

Als weitere vergleichsweise schnell zu realisierende Maßnahmen schlägt die Stadtverwaltung den Umbau der ehemaligen Michael-Ende-Schule sowie der zum Sommer 2016 auslaufenden Heidbrinkschule zu Flüchtlingsquartieren vor. In den beiden Gebäuden an der Paul-Schmitz-Straße und der Heidbrinkstraße in Wiedenbrück könnten nach Berechnungen des Fachbereichs Soziales und Integration insgesamt 185 Asylbewerber unterkommen. Für den Umbau der Immobilien werden 1,3 Millionen Euro veranschlagt.

Weitere 13 Millionen Euro sollen bis 2018 in den Ankauf von Häusern, Wohnungen und teilmassiven Unterkünften für Flüchtlinge investiert werden. Ein Denkmodell ist die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft.

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