Zahl der Patienten am „Vinzenz“ gestiegen
Bild: Werneke
Nach der Einweihung der Station 8 im St.-Vinzenz-Hospital im vorigen Jahr gibt es schon wieder eine Baustelle, dieses Mal im Krankenhauspark. Dort baut die PHV eine Dialysestation. Den Jahresbericht des Hospitals stellten am Freitag Geschäftsführer Dr. Georg Rüter, Chefarzt Dr. Klaus Küppers und Prokurist Wolfgang Bien (v. l.) vor.
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Darüber wurde am Freitag während der Vorstellung des Jahresberichts informiert. Als einen der Gründe für diese positive Entwicklung nannte Dr. Rüter den Neubau der Station 8, die Fronleichnam offiziell eröffnet worden war. Die Investition von „satten fünf Millionen Euro“ habe sich offenkundig bewährt, erklärte er. 20 Prozent der Patienten dort seien nicht privat versichert, informierte Prokurist Wolfgang Bien zur Belegung der Station im vierten Obergeschoss, die selbstzahlungs- oder zusatzversicherungspflichtig ist. Der Komfort der Ein- und Zweibettzimmer liegt unter anderem in der Größe und dem Ausblick über die Stadt. Die Station sei, so war zu erfahren, von Beginn an fast komplett ausgelastet gewesen. „Die Medizin ist dieselbe“, betonte Dr. Rüter. Die Stationen 5, 6 und 7 seien durchrenoviert, 2014 komme die Station 4 an die Reihe. Gut 6100 stationäre Patienten seien 2013 gezählt worden. „Alle Abteilungen des St.-Vinzenz-Hospitals haben mehr Patienten gehabt“, berichtete Dr. Rüter. Um mehr als zehn Prozent sei zum Beispiel die Zahl in der von Dr. Rainer Schnippe geführten Klinik für Allgemeine Innere Medizin gestiegen, 3,8 Prozent habe die Patientensteigerung in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie (Dr. Werner Grebe) betragen, 3,2 Prozent in der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie (Chefarzt Dr. Klaus Küppers). Die insgesamt positive Entwicklung der Patientenzahlen schreibt Geschäftsführer Dr. Rüter auch der Schließung des Krankenhaus in Rheda im vorigen Jahr zu. Darüber hinaus sei das medizinische Angebot weiter entwickelt worden, zum Beispiel hinsichtlich neuerer Methoden und Technologien im Bereich der Intensivmedizin sowie mit Blick auf Implantate und die Weiterbildung von Mitarbeitern des Hospitals.

36 neue Parkplätze

„Es kommt auf die Mitarbeiter und die dahinter stehende Technik an“, sagte Dr. Rüter, der die Qualitätspolitik bestätigt sieht („Wir stehen uneingeschränkt zu Qualitätstransparenz“). Kleinere Einrichtungen wie das St.-Vinzenz-Hospital hätten Vorteile in der Personalführung, mögliche Nachteile in der Technik ließen sich durch den Verbund (zur Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen gem. GmbH gehören auch das Franziskus-Hospital in Bielefeld und das Herforder Mathilden-Hospital) wett machen. Per Mausklick seien CT-Ergebnisse rasch verschickt. 300 Mitarbeiter waren voriges Jahr im „Vinzenz“ beschäftigt. Laut Bien lag die Vollzeitkräftezahl bei 196,61 was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von knapp drei Prozent entspreche. Die Zahlen (der Umsatz stieg von 20,6 auf 21,8 Millionen Euro) können Dr. Rüter insbesondere im Vergleich mit anderen deutschen Krankenhäusern zufrieden stimmen. „Vielen Krankenhäusern geht es schlecht, weil sie Zinslasten haben“, informierte er und nannte einen Erfolgfaktor: „Unsere Häuser sind schuldenfrei.“ Zugleich richtete er das Augenmerk auf Schwierigkeiten im Vorjahr wie Kostensteigerungen etwa im Bereich der Tariflohnentwicklungen und weiterhin gedeckelte Budgetsteigerungen. Mit Blick aufs aktuelle Jahr wurde darüber informiert, dass kurzfristig 36 neue Parkplätze am St.-Vinzenz-Hospital entstehen sollen. Vermutlich gegen Ostern sollen sie nutzbar sein. Die Fertigstellung hänge auch mit dem Fortschritt des Baus der Dialysestation der Patientenheimversorgung (PHV) zusammen, die im Krankenhauspark entsteht. Die Rohbauarbeiten sind vollständig abgeschlossen. Läuft alles nach Plan, sei im Sommer mit der Inbetriebnahme zu rechnen.

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