„Zauberbaum“ umsonst und draußen
Nichts anbrennen lassen die Clowns vom „Furiosen Kückenzirkus“. Wenn sie am Sonntag, 13. September, zum Abschluss der Erstauflage der neuen Kinderreihe „Zauberbaum“ nach Rheda-Wiedenbrück kommen, wollen sie nicht nur waghalsige Kunststücke am Herd wagen, sondern auch einen zuckersüßen Apfelkuchen backen.

 Umsonst und draußen lautet das Motto des „Zauberbaums“, mit dem die Flora-Westfalica-GmbH für zusätzliches Leben im 1988 eröffneten ehemaligen Landesgartenschaupark sorgen will. „Gerade am Wochenende sind viele Familien mit Kindern auf dem Gelände unterwegs“, sagt Flora-Geschäftsführer Ralf Hammacher. Dieser für den Park besonders wichtigen Zielgruppe wolle man ein heiteres Unterhaltungsprogramm bieten, das nichts kostet. Die Künstlergagen finanziert die Flora-GmbH über ihren Jahresetat.

Bei der Auswahl der Gruppen und Kleinkünstler haben sich die Organisatoren nicht lumpen lassen: Die Rockband „Randale“, die am Sonntag, 14. Juni, im Park für Furore sorgen wird, zählt zu den gefragtesten Formationen in der Kindermusikbranche. Freche Sprüche und mitreißende Melodien sind ihr Markenzeichen.

Das Bremer Figurentheater „Mensch Puppe“ macht am Sonntag, 5. Juli, im Park Station. Für Kinder ab vier Jahren wird eine ganz besondere Version des Märchens Schneewittchen aufgeführt. „Herr H“ ist einer der vielversprechendsten Nachwuchskünstler der Kindermusikszene. Am Sonntag, 16. August, kommt er mit seinem lustigen Pinguin nach Rheda-Wiedenbrück. Mitsingen ist bei seinem Auftritt ausdrücklich erwünscht.

Artistische Kunststücke beim Apfelkuchenbacken vollführen am Sonntag, 13. September, die Clowns von „Coq au Vin – der furiose Küchenzirkus“. Während die kulinarische Katastrophe ihren Lauf nimmt, bleibt beim jungen Publikum garantiert kein Auge trocken.

Der „Zauberbaum“ ersetzt die frühere Kindertheaterreihe „Coolissimo“. Diese habe zuletzt mit einem deutlichen Zuschauerrückgang zu kämpfen gehabt, erklärt Ralf Hammacher die strategische Neuausrichtung in diesem Bereich. Ziel sei es, durch das niederschwellige, kostenfreie Angebot möglichst viele Jungen und Mädchen zu erreichen. Alle „Zauberbaum“-Aktionen beginnen um 15 Uhr vor dem Seilzirkus gegenüber vom Reethus.

Pe Werner kommt mit einer Prise Zimt

Zu einem Selbstläufer hat sich die vor wenigen Jahren eingeführte Reihe „Flora in Concert“ entwickelt. Die Veranstalter freuen sich in der Orangerie des Schlosses Rheda am Steinweg regelmäßig über volles Haus. „Das Konzept, bekannte Künstler in einer vergleichsweise intimen Atmosphäre hautnah erleben zu können, wird vom Publikum bestens angenommen“, bilanziert Flora-Geschäftsführer Ralf Hammacher.

Die aus Thürigen stammende Jazzsängerin Lyambiko machte zum Auftakt der neuen Staffel den Anfang („Die Glocke“ berichtete). Am Sonntag, 7. Juni, 20 Uhr, dürfen sich die „Flora in Concert“-Fans auf ein Zusammenspiel der besonderen Art freuen: „Klassik trifft Kuba“ lautet das Motto, wenn die Formationen „Klazz Brothers“ und „Cuba Percussion“ gemeinsam auf der Bühne stehen. Die Verbindung von klassischer europäischer Musik mit feurigen Rhythmen aus Kuba lässt viel Freiraum für klangvolle Interpretationen.

Pe Werner, 1960 in Heidelberg als Petra Malou Werner geboren, gastiert am Sonntag, 16. September, ab 20 Uhr in der Orangerie. Der Sängerin, Liedtexterin und Kabarettistin gelang 1992 mit „Kribbeln im Bauch“ der Durchbruch. Ihr aktuelles Album aus dem vergangenen Jahr trägt den Titel „Ne Prise Zimt und mehr“. Bei ihrer Stippvisite in Rheda will sie sich aber nicht nur von ihrer musikalischen Seite zeigen, sondern auch aus dem Nähkästchen plaudern.

Karten für die „Flora in Concert“-Veranstaltungen gibt es in den Geschäftsstellen der „Glocke“ in Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück ( w 05242/92650) sowie bei der Flora Westfalica am Rathausplatz in Rheda.

Auf ihre Kosten kommen – bei freiem Eintritt – auch die Fans der Rhedaer Jazznacht. Am Samstag, 18. Juli, öffnet ab 20 Uhr die „Jazzkantine“ vor dem Rathaus.

SOCIAL BOOKMARKS