Zehn Frauen und eine große Leidenschaft
Kurzes Durchatmen im Atelier: Brigitte Sänger (v. l.), Rita Winkelmann, Gisela Blaha, Gisela Dziock, Heike Otto, Renate Temme und Ulla Timmermann von der Künstlergruppe „10 malen“ bereiten ihre gemeinsame Ausstellung vor.

Diese bereitet sich in diesen Tagen auf ihre erste gemeinsame Ausstellung am Dienstag, 6. September, vor. Seit April 2010 treffen sich die befreundeten Frauen im Atelier im Haus der Kreativität von der Volkshochschule Reckenberg-Ems in Wiedenbrück. Mal sind es die kompletten zehn Frauen, mal nur sechs, dann wieder acht. Eines ist aber jeden Dienstag garantiert: Gegenseitige Inspiration, konzentriertes Arbeiten und Freude an der Kunst – das spürt man selbst als Laie, wenn man den Raum betritt.

Künstlerinnen lernen sich im Hörsaal kennen

„Wir malen nicht nur aus Spaß, es ist auch unsere Leidenschaft“, bestätigt Dr. Rita Winkelmann. Kennengelernt haben sich die zehn Frauen, die aus ganz Ostwestfalen stammen, bei Seminaren an der Universität Paderborn. Welche Fachrichtung? Kunst natürlich. Ihr gemeinsamer Mentor war Professor Hermann-Josef Keyenburg. „Er hatte sehr gern Ältere dabei, die die jüngeren Studenten unterstützen konnten“, fährt sie fort. Nach dem Tod von Hermann-Josef Keyenburg im vergangenen Jahr gab es aber ein Problem: „Die neuen Professoren von der Uni wollten keine älteren Gasthörer und Studenten“, erklärt Gisela Dziock, die in Rheda-Wiedenbrück lebt, und zuckt mit den Schultern.

Atelier fest in 20 kreativen Händen

Auf das gemeinsame Malen wollten die Frauen aber nicht verzichten. „Wir besprechen die Bilder immer. Dann heißt es: 'Was sagst Du dazu?' – das wird dann ausdiskutiert“, sagt Rita Winkelmann. Gisela Dziock stellte den Kontakt zur Volkshochschule her, seitdem ist das Atelier im Haus der Kreativität an der Langen Straße an jedem Dienstag fest in den 20 kreativen Händen der Frauen von „10 malen“. „Es ist eine wunderbare Umgebung hier“, sagt Gisela Blaha, schaut sich um und fügt hinzu: „Wir können sogar draußen malen.“ Die Resultate des gemeinsamen Schaffens präsentieren die Künstlerinnen am Dienstag, 6. September, von 10 bis 19 Uhr in ihrem Atelier mit der Ausstellung „Kunst im Park“. Nur schade, dass ihr Mentor Hermann-Josef Keyenburg nicht dabei sein kann. „Er würde sich aber sehr freuen, wenn er uns zusehen könnte“, sagt Rita Winkelmann, „er hätte es toll gefunden, dass wir uns als Gruppe zusammengetan haben.“

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