Zukunft des „Sportheims“ ungewiss
Bild: Wassum
Dem „Sportheim” am Reinkenweg in Rheda wird Gastronom Knut Georgi demnächst den Rücken kehren. Die Immobilie befindet sich in städtischem Besitz.
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 „Die Gäste wünschen sich, dass es weitergeht”, sagt der künftige Rentner.  Nach 14 Jahren neigt sich die Wirte-Ära Georgi im „Sportheim” dem Ende zu. Aber die Zeit drängt schon jetzt. In „allerspätestens acht Wochen”, besser noch „in sechs“, müsse er wissen, ob die Kneipe, von der aus auch der Rhedaer Freibad-Kiosk direkt betrieben wird, als gastronomischer Betrieb erhalten bleiben soll. Dahinter stecken auch persönliche Interessen, das gibt er zu.

„Alles, was im Laden ist, ist mein Eigentum“, und das muss er rechtzeitig in Bares umsetzen – wenn Georgi nicht alsbald signalisiert wird, dass er es einem möglichen Nachfolger für die Traditionskneipe überlassen kann. Erforderliche Investitionen, um das „Sportheim” als Gaststätte und als Restaurant mit speziellen Angeboten weiter zu betreiben, schätzt er als nicht hoch ein: „Es sind keine zig Tausende.“ Im Übrigen sei das Lokal nicht an eine Brauerei gebunden.

Auskunft gab Georgi bereitwillig, als jüngst die Rheda-Wiedenbrücker SPD zu einem Stammtisch ins „Sportheim” eingeladen hatte, Thema: „Kneipensterben in Rheda?” Es war ein Heimspiel für ihn. Denn bei Weitem überwogen die Meinungen an dem Abend, dass das „Sportheim” als „echte Kneipe” (und auch Restaurant) erhalten bleiben müsse. Bedenken wurden geäußert gegen die Idee, dass womöglich der FSC Rheda die Räumlichkeiten in Eigenregie oder nur für eigene Zwecke übernimmt. Beim Stammtisch sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Dirk Kursim: „Es gibt noch viele andere Interessen, als die des Sportvereins.”

 Auf die Notwendigkeit eines Jugendraums wies FSC-Jugendleiter Christian Busche als Zuhörer beim SPD-Kneipenstammtisch hin. Sich mit dem Vereinsnachwuchs in einer Kneipe treffen zu müssen, fand er nicht in Ordnung – was in der Runde widerspruchslos auf Verständnis stieß. Im Übrigen gebe es auf Seiten des FSC „noch kein Konzept” hinsichtlich der „Sportheim”-Zukunft, allenfalls seien bislang „Überlegungen” angestellt worden, „mehr nicht”. Ohnehin sei „dieses Gebäude nicht ganz einfach”, sagte Busche. In welchem Umfang Sanierungen vorgenommen werden müssten, war für ihn eine offene Frage.

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