Zuschüsse zur Sportförderung im Blick
Bild: Grujic
Abwehrhaltung: Der SC Wiedenbrück 2000 weist die Bedenken zurück, er engagiere sich womöglich nicht genug in der Jugendarbeit. Unser Bild zeigt zwei Alltagsmenschen im Eingangsbereich des Jahnstadions. 
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Diskussion lösten dabei die Zuschüsse an Sportvereine für die Unterhaltung und Pflege der Anlagen aus, dabei geriet insbesondere der SC Wiedenbrück 2000 in den Blick. Von den 188 800 Euro an Zuschüssen für Sportanlagenpflege und -unterhalt der Vereine im Haushaltsjahr 2014 sind für den SC Wiedenbrück für das Jahnstadion 83 700 Euro und für das Sportzentrum am Burgweg 43 200 Euro angesetzt. Patrick Büker (FDP) wollte wissen, ob das Jahnstadion allein von der ersten Mannschaft genutzt würde. Dies bestätigte Guido Kölling vom städtischen Fachbereich Jugend, Bildung und Sport. Die Aufmerksamkeit auf die Jugendarbeit lenkte insbesondere Sonja von Zons (Bündnis 90/Die Grünen). Sie berichtete von einer empörten Mutter, deren Sohn jahrelang im SC Wiedenbrück gespielt habe. Wie manch anderem Jugendlichen der B-Jugend sei ihm in einem Brief des Vereins mitgeteilt worden, dass er dort nicht mehr mitspielen könne. Aus drei B-Mannschaften seien nur noch zwei geworden, und für ihn gäbe es keinen Platz. Aus Nachbarkommunen hingegen würden, so Sonja von Zons, Nachwuchsspieler nach Rheda-Wiedenbrück geholt.

Nicht nur einen kritisch unter die Lupe nehmen

Wenn ein Verein auf Leistungsorientierung setze, langjährige Spieler auffordere, den Verein zu verlassen und stattdessen auswärtige am Bahnhof abhole, dann müsse man im Ausschuss überlegen, ob freiwillige Leistungen in der Höhe noch zu leisten sind, brachte Volker Brüggenjürgen (Bündnis 90/Die Grünen) die Frage ins Spiel, inwieweit Förderung an Breitensport geknüpft und die Allgemeinheit zur Kasse gebeten werden soll. „Wir müssen uns entscheiden, für welchen Zweck wir Geld in die Hand nehmen.“ Es kam die Idee auf, einen Vereinsvertreter in den Ausschuss einzuladen, woraufhin Michael Pfläging (CDU) betonte: „Wenn wir beim SC Wiedenbrück nachfragen, müssen wir das auch bei anderen machen.“ Beim FSC Rheda etwa herrsche in der Jugendabteilung eine ähnliche Leistungsorientierung. Pfläging sprach von normaler Vereinspolitik, und deshalb sei es nicht sinnvoll, nur einen Verein „kritisch unter die Lupe zu nehmen“.

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