Zweiter Anlauf für Fernbus-Haltestelle
Bild: Werneke
Der letzte Zug für eine Fernbus-Haltestelle am Bahnhof Rheda ist noch nicht abgefahren. Schräg gegenüber vom Bahnhofsgebäude ließe sich für etwa 5000 Euro eine entsprechende Zu- und Ausstiegsgelegenheit realisieren. Nächste Woche berät der Bauausschuss.
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Waren Politik und Verwaltung bislang davon ausgegangen, dass eine Fernbus-Haltestelle mit mindestens 20.000 Euro zu Buche schlagen wird, geht es jetzt offenbar doch deutlich günstiger. Nach Einschätzung des Technischen Beigeordneten Gerhard Serges ist mit einem Material- und Personalaufwand von „maximal 5000 Euro“ zu rechnen.

Die Kostenersparnis erhöht die Chance, dass sich für den FDP-Antrag im zweiten Versuch die erforderliche Mehrheit findet. Denn mit Blick auf die vergleichsweise hohe Investitionssumme hatten die meisten Mitglieder des Bauausschusses die Einrichtung eines Fernbus-Halts in der Sitzung am 25. Februar abgelehnt.

Prüfauftrag des Bürgermeisters

Dass die Verwaltung in Sachen „Fernbus“ erneut tätig geworden ist, geht auf einen Prüfantrag von Bürgermeister Theo Mettenborg zurück. Der Rathauschef hatte, nachdem das Nein des Ausschusses in der Öffentlichkeit Wirbel ausgelöst hatte, auf die Suche nach einer kostengünstigeren Alternative gepocht. Wie aus der Beschlussvorlage für die Ausschusssitzung hervorgeht, sind die Fachbereiche Bauverwaltung und Tiefbau fündig geworden. Als potenzieller Standort wurde eine Fläche schräg gegenüber vom Bahnhofsgebäude beim Parkdeck ausgemacht. Bislang befinden sich dort zwei sogenannte Kiss-and-Ride-Stellflächen für Kurzzeitparker und Platz für das Ford-Carsharing-Projekt.

Mit einer auffälligen Bodenmarkierung und dem Schriftzug „Bus“ könnte man an der Stelle für vergleichsweise kleines Geld auf den Fernbus-Halt aufmerksam machen. Darüber hinaus könnten an einem bereits vorhandenen Laternenpfosten ein Mülleimer und eine zusätzliche Hinweistafel angebracht werden, informiert die Stadtverwaltung.

Standort hat viele Vorteile

Aus Sicht von Serges bietet der vorgeschlagene Standort „viele weitere Vorteile“. Das Bahnhofsgebäude mit Bistro und Reiseagentur sei nur einen Steinwurf weit entfernt, für Taxistand, Parkdeck und Fahrradständer gelte dasselbe. Das Ein- und Aussteigen sowie das Be- und Entladen des Fernbusses seien problemlos möglich, der Verkehrsfluss auf dem Bahnhofsvorplatz werde nicht gestört.

Kiss-and-Ride- sowie Carsharing-Plätze, die für den Fernbushalt weichen müssen, sollen verlegt werden. Sie könnten in den vorhandenen kommunalen Parkplatz gegenüber vom Parkdeck integriert werden, erklärt Serges.

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