1000 Besucher feiern bei „Getoese in Moese“
Bild: Edwin Hurt
Glücklich: Alles passte zusammen beim zehnten „Getoese in Moese“, veranstaltet von (v. l.) Frank Niehüser, Oliver Brinkhaus, Christian Bolte, Michael Langewender, Alexander Sudahl und Benjamin Hölscher.
Bild: Edwin Hurt

„Heute passt einfach alles zusammen“, sagt einer der Macher vom „Getoese in Moese“. Zum zehnten Mal geht das Festival am Samstag über die Bühne, und einmal mehr treten die Veranstalter den Beweis an, dass Quantität nicht gleichzusetzen ist mit Qualität. Etwa 1000 Besucher lassen es auf einer Wiese des Reitvereins Mastholte krachen. „Heute sind nur Knaller hier“, stellt Frontmann David Conrad am frühen Abend fest – und er hat Recht: Bei der Auswahl der Bands haben die Organisatoren ein glückliches Händchen bewiesen.

Lokalmatadoren aus Bokel heizen den Zuschauern ein

Den Auftakt gestalten die Lokalmatadoren von „Sensibilitätstraining“ (Oi/Punk). Die Jungs aus Rietberg und Umgebung, die auf einem Bauernhof in Bokel proben, haben in dieser Besetzung erst vor eineinhalb Jahren zusammengefunden – gleichwohl vermögen sie in bemerkenswert kurzer Zeit, die Stimmung unter der noch übersichtlichen Besucherschar anzuheizen. „Wir haben uns gesucht und gefunden“, sagt Frontmann Max Rentrup. Daran lassen die Musiker, deren unverwechselbarer Stil weit und nicht einmal auf annähernd Vergleichbares treffen kann, tatsächlich keinen Zweifel.

„Destination Anywhere“ sind für viele am Samstag alte Bekannte. Erstmalig hat die Ska- und Pop-Punk-Band 2010 ihre Visitenkarte in Mastholte hinterlassen, jüngst dann der Hattrick. Ihre Premiere hingegen feiern am Wochenende die Rockschwestern Nataja, Noa und Naomi Lachmi von „Velvet Volume“ aus Dänemark im Ostwestfälischen. Seit 2013 unter diesem Namen unterwegs, liegt ihnen das Publikum in ihrer Heimat längst zu Füßen.

„Ey Leute, jetzt singt mal mit!“

Hip-Hop in seiner puren Form, nämlich lässig, laut und vor allem live, dafür steht die „Mundwerk-Crew“. War sie 2014 mit Band angereist, rockt sie den Reitplatz Mastholte am Wochenende mit DJ – mit spontan gerappten Texten, vor allem aber solchen gesellschaftskritischer Natur.

„Ey Leute, jetzt singt mal mit!“, fordert die im positiven Sinne völlig bekloppte „Kapelle Petra“ aus Hamm vom Publikum – und das lässt sich nicht zweimal bitten. Mehr noch: Jetzt geht es endgültig ab wie Schmidts Katze, ehe „Fortuna Ehrenfeld“ um Komponist Martin Bechler mit eindrucksvollen Texten langsam die Nachtruhe einläutet.

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