1600 Altweiber außer Rand und Band
Bild: Sudbrock
Bester Stimmung zeigten sich die Piratenbräute, die Rietbergs Innenstadt  beim Altweiberumzug unsicher machten.
Bild: Sudbrock

Das Beste an der süßen Sause in Rietbergs engen Gassen: Wer Schokobons, Sahnetörtchen und Co. nicht widerstehen konnte, musste keine Gewichtszunahme fürchten. Alle Naschereien waren garantiert kalorienfrei – und Gucken war ausdrücklich erlaubt.

Brillenschlangen und Schnapsdrosseln

Als Rietbergs wilde Weiber am Donnerstagnachmittag während eines ausgedehnten Regen- und Sturmfensters die historische Altstadt unsicher machten, gab es aber nicht nur Küsse und Candy. Auf ihre Kosten kamen auch Freunde von Flora und Fauna. Die Pflanzen- und Tierwelt erwies sich trotz Winters als ausgesprochen artenreich. Da stießen Brillenschlangen und Schnapsdrosseln mit Hochprozentigem an, Koalabären tummelten sich neben Einhörnern, und kauzige Eulen froren mit frechen Füchsinnen um die Wette.

Scheue Geschöpfe aus Stadlers Brennerei

Selbst die ansonsten scheuen Fledermäuse aus dem Nachbarort Neuenkirchen flatterten über die Rathausstraße, denn ihr bisheriges Domizil in der alten Brennerei war ihnen zu ungemütlich geworden: „Bei Stadlers nun die Lichter brennen, drum gehen wir in Rietberg pennen“, säuselten die scheuen Geschöpfe bei ihrem Flug durch die ostwestfälische Karnevalsmetropole den zigtausenden Zuschauern auf den Bürgersteigen entgegen.

Konfetti-Comeback

An die gute alte Zeit, als das Karnevalfeiern noch ohne Sicherheitskonzepte und massive Straßensperren an den Hauptzufahrten zur Innenstadt möglich war, erinnerten die Konfettikörner. Und – Hut ab vor ihrem Mut – manche streuten auch vereinzelt ein paar der ansonsten verpönten bunten Papierschnipsel unters Volk.

Hippies flüchten vor Donald Trump

Vor US-Präsident Donald Trump in die ehemalige Grafschaft geflüchtet waren nicht nur Indianer-Squawes aus den endlosen Weiten Amerikas, sondern auch die letzten Hippies aus den Zentren der Flower-Power-Bewegung. Nur gut, dass es in der ehemaligen Gartenschaustadt noch immer Blüten im Überfluss gibt – da hielt sich das Heimweh der Blumenkinder in Grenzen.

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