1960er-Jahre-Chic weicht Neubau
Bild: von Stockum
Da tut sich was: Janine Vollmer, Leiterin des Kindergartens Sabina Katharina an der Rinnerforth in Rietberg, und Pfarrer Andreas Zander gehen davon aus, dass das Gebäude spätestens Anfang August 2019 bezugsfertig sein wird.
Bild: von Stockum

Und so verfolgen derzeit die Zwei- bis Sechsjährigen mit großen Augen, was sich da vor ihrer Nase, genauer gesagt auf ihrer ehemaligen Spielfläche, tut. 1963 errichtet, Anfang der 1990er-Jahre umgebaut und 2010 durch Einbeziehung der ehemaligen Wohnung der Gemeindeschwester erweitert, entspricht der Kindergarten Sabina Katharina nicht mehr den Anforderungen, die an Einrichtungen seiner Art gestellt werden. Vor allem die Waschräume und die Turnhalle bereiteten den Verantwortlichen zuletzt Kopfzerbrechen. „Zwar noch gut in Schuss, aber alt“, sagt Pfarrer Andreas Zander, Leiter des Pastoralverbunds Rietberg-Süd, mit Blick auf die sanitären Anlagen. Hinsichtlich der kleinen Sportstätte fällt die Bewertung von Einrichtungsleiterin Janine Vollmer weniger gnädig aus: Im Winter sei sie häufig kaum noch nutzbar, weil eiskalt.

Am Platz sollte es an der Rinnerforth nicht mangeln, am Geld ebenso wenig: Etwas mehr als zwei Millionen Euro – laut Zander fast die gesamte Rücklage – stellt der Pastoralverbund für den Neubau des Kindergartens auf dem einstigen Außenspielgelände zur Verfügung. Während dort aktuell der Rohbau (Zander: „Kein Protz, sondern funktional“) hochgezogen wird, fiebert man wenige Meter weiter bereits dem Einzugstermin entgegen. Dieser lässt aber noch etwas auf sich warten. Erst Anfang August kommenden Jahres soll der Umzug über die Bühne gehen. Sobald er abgeschlossen ist, wird die alte Einrichtung dem Erdboden gleichgemacht und die dann zur Verfügung stehende Fläche in einen großen Spielbereich umgewandelt. Bis dahin müssen sich die Steppkes mit etwas weniger Platz als gewohnt zufrieden stellen.

Hinsichtlich des Raumprogramms habe sich der Pastoralverbund an den Vorgaben des Landschaftsverbands orientiert, sagt Andreas Zander. Und auch das Team unter Leitung von Janine Vollmer habe seine Ideen einfließen lassen. „Das war die richtiger Entscheidung“, ist sich der Geistliche sicher. „Keine Flickschusterei, sondern eine gründliche Lösung“, und zwar nach Plänen des Büros Architektur-Werk-Stadt in Paderborn. Und die Einrichtung sei jeden Euro wert – auch vor dem Hintergrund, dass der Platzbedarf weiter steige.

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