Abrissbagger rücken noch einmal an
Bild: Architekturbüro Meyer und Kleinewietfeld
Blick in die Zukunft: So soll das Touristikbüro aussehen, wenn es fertig ist. Die Fassade soll wiederhergestellt werden, wie sie früher einmal war. Im sanierten Gebäude soll zudem eine öffentlich zugängliche Toilette entstehen.
Bild: Architekturbüro Meyer und Kleinewietfeld

Im Frühjahr aber soll dort das Touristikbüro der Stadt einziehen. Inzwischen ist klar: Von dem gut 130 Jahre alten Haus muss noch mehr abgerissen werden als anfangs gedacht. Zunächst sollten nur die Front zur Rathausstraße hin sowie die Seitenwand zur Straße Im Ennebutt fallen und in ihrem ursprünglichen Zustand wiederhergestellt werden. Nun hat sich herausgestellt, dass auch die Außenwand zum Nachbargebäude Rathausstraße 36 nicht ausreichend standsicher ist. Sie soll nun in der kommenden Woche ebenfalls abgerissen werden. Und damit wird auch das eigentlich noch intakte Dach entfernt werden müssen.

Stehen bleiben kann nur der hintere Teil, dessen Bausubstanz Architekt Leon Meyer vom Rietberger Architekturbüro Meyer und Kleinewietfeld als ausreichend standsicher beurteilt. Trotzdem sei es immer noch lohnend, diesen rückwärtigen Teil des Gebäudes zu erhalten, wie Meyer erläutert: ,„Ein Komplettabriss und Neubau wäre immer noch teurer.“

„Wir haben schon in der Planung bewusst auf einen Neubau verzichtet und wollen, gerade im Zusammenhang mit anderen historischen Gebäuden im Stadtkern, möglichst viel alte Bausubstanz erhalten“, erklärt Matthias Setter, Fachbereichsleiter Bauen im Rathaus. Deshalb sei die gesamte Baumaßnahme auch mit dem Amt für Denkmalschutz in Münster abgestimmt. Das Gebäude Rathausstraße 38 selbst steht zwar nicht unter Denkmalschutz, jedoch befindet es sich im unmittelbaren Umfeld denkmalgeschützter Häuser.

Auch wenn nun eine zusätzliche Wand erstellt werden muss, würden die Gesamtkosten für die Sanierung die vereinbarte Summe von 1,5 Millionen Euro wohl nicht übersteigen, wie es aus dem Rathaus heißt. Einerseits lasse sich nun ungehinderter bauen. Andererseits sei der erste Bauabschnitt günstiger ausgefallen als kalkuliert. Gemeint ist das ehemalige Sparkassengebäude, Rathausstraße 36, wo im Frühjahr das Bürgerbüro eingezogen ist. In der kommenden Woche wird nun noch einmal der Bagger anrücken. Möglichst zügig soll dann mit den bereits vergebenen Rohbauarbeiten begonnen werden, die auf den vorhandenen Fundamenten aufsetzen.

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