Absage an Maifest und Vereinebaum
Bild: Die Glocke
Zuletzt 27 Gruppierungen hatten mit dem Maifest und dem Aufstellen des Vereinebaums ein vielversprechendes, neues Veranstaltungsformat aus der Taufe gehoben, das jüngst – nur vier Jahre später – eingemottet wurde.
Bild: Die Glocke

Ein Holzfachmann würde sagen: Da steckt der Wurm drin. Nun ist Engelbert Ottemeier bekanntlich weniger ein Experte auf dem Gebiet der Fraßschäden als vielmehr Rietbergs Ortsvorsteher. Und als solcher ist er derjenige gewesen, unter dessen Federführung seit 2015 zum 1. Mai der Vereinebaum aufgerichtet und anständig gefeiert wurde.

Vereine zurückhaltend

Bereits im Herbst hatte Engelbert Ottemeier Vertreter aller Vereine, die mit einem Wappen an dem mächtigen Stamm beteiligt sind, zur üblichen, vorbereitenden Sitzung eingeladen. Die Resonanz ist dem Ortsvorsteher zufolge mehr als bescheiden gewesen. „Im Boot waren lediglich die Schützengilde, Haus und Grund, Radsportclub und Heimatverein“, erinnert sich der Kommunalpolitiker.

Da habe der überschaubare Kreis nicht lange gefackelt und der Veranstaltung nach kurzer Beratschlagung eine Absage erteilt. Schließlich seien viele helfende Hände erforderlich, wen es darum gehe, den schweren Masten an der Rügenstraße aufzurichten und später das Maibaumfest zu organisieren. „Mit einer Handvoll Leuten brauchen wir gar nicht erst anzufangen“, weiß Ottemeier. Insbesondere auch deshalb, weil die Veranstaltung mit Kosten verbunden sei, die die Vereine über das Fest abzudecken versuchen.

Neuerliche Standortsuche drohte

Wenn aber schon im Vorfeld die Resonanz derart dürftig ausfällt, hält der Ortsvorsteher es für angebracht, eine Pause einzulegen. Was 2020 passiere, „das lässt sich noch nicht sagen“, so Ottemeier weiter. Zumal zu dem Zeitpunkt möglicherweise der Umbau des Pfarrheims von St. Johannes Baptist vonstatten gehe und damit eine neuerliche Standortsuche in Gang gesetzt werden müsste. Und davon hat man nach 2015 nun wirklich die Nase voll.

Vor dem Rathaus, nahe der Kirche, im Bereich des Südtors – überall traten Probleme auf. Umso zufriedener waren die Initiatoren, als ein Fleckchen für den Stamm gefunden und das dazugehörige Maibaumfest vielversprechend angelaufen war. Reaktionen auf den einstimmigen Versammlungsbeschluss gibt es laut Engelbert Ottemeier nicht: „Da kommt nichts. Das ist schon ein Hammer.“

Für ihn sei das insofern unverständlich, als dass der Baum die Beteiligten Vereine eine Stange Geld gekostet habe. Unter anderem musste jede Gemeinschaft ihr Schild bezahlen, sich zudem an Sicherheit und Instandhaltung beteiligen.

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