Anna-Maria in Aachen am Arm operiert
Bild: Tiemann
Erneut operiert: Sängerin Anna-Maria Zimmermann (22) aus Westerwiehe.
Bild: Tiemann

Ihr Vater, Siegfried Zimmermann, sagte jetzt im „Glocke“-Gespräch, Anna-Maria sei wohlauf und arbeite bereits weiter an ihren Plänen für das Comeback im Juni: „Es muss ja weiter gehen. Wir sind froh, dass sie so optimistisch ist.“ Mit etwas Glück könne er seine Tochter schon am Sonntag nach Hause holen, zurück nach Westerwiehe.

OP unter dem Mikroskop

Die aufwändige Operation macht der ganzen Familie Hoffnung, dass der linke Arm der Sängerin bald wieder hergestellt sein könnte. Bei dem Hubschrauberabsturz waren sämtliche Sehnen- und Nervenstränge abgerissen oder zumindest verletzt worden. In Aachen hätten die Ärzte mit einem mikrochirurgischen Verfahren winzig kleine Nerven- und Sehnenstränge aus dem Bein der Sängerin in Schulter- und Oberarm transplantiert, sagt Anna-Marias Vater. Die gesamte Operation habe unter dem Mikroskop stattgefunden, weil die Eingriffe nur minimal seien. „Deshalb hat es auch so furchtbar lange gedauert“, erklärt Siegfried Zimmermann. Anna-Maria, er und seine Frau Annegret hätten lange nach einem Spezialisten gesucht, der diese Methode beherrscht.

Weiterer Eingriff 2012

 In etwa einem Jahr muss sich die 22-Jährige einer weiteren Operation unterziehen, dann werden Nerven und Sehnen in den Unterarm transplantiert. „Wir sind zuversichtlich und glauben, dass diese Operation ihr hilft. Ohne den Eingriff hätte sich wahrscheinlich nicht viel getan, dafür waren die Verletzungen zu gravierend“, sagt Zimmermann. Seit dem Absturz des Hubschraubers im Oktober 2010 in Altenbeken war Anna-Maria mehrmals operiert worden. Eine Reha in Bad Driburg nach ihrem Klinikaufenthalt in Bielefeld-Bethel hatte die Sängerin kurz vor Weihnachten abgebrochen. Seitdem wohnt sie bei ihren Eltern in Westerwiehe und arbeitet täglich mit Physiotherapie und Stimmtraining auf ihre Bühnen-Rückkehr hin. Auch im Gartenschaupark Rietberg ist ein Auftritt geplant.

SOCIAL BOOKMARKS