Aus Mülldeponie wird ein Solarpark
Vor Ort haben sich gestern Vertreter der GEG und der Baufirma einen Eindruck vom Solarpark verschafft, der auf der ehemaligen Hausmülldeponie Westerwiehe entsteht.

Damit lassen sich umgerechnet 570 Haushalte versorgen. Am Donnerstag sind bei einem Ortstermin die ersten installierten Module besichtigt worden. Bauherr der Anlage ist die GEG, Gesellschaft zur Entsorgung von Abfällen Kreis Gütersloh mbH, die für die Nachsorge der Deponie verantwortlich ist. Rund zwei Millionen Euro steckt die GEG in das Projekt.

„Bereits Anfang 2011 richtete die GEG den Blick nach oben, Richtung Sonne“, erinnert sich GEG-Geschäftsführer Rüdiger Klei („Die Glocke“ berichtete). Die Idee wurde geboren, auf der ehemaligen Hausmülldeponien Photovoltaik-Anlagen zu errichten und damit schädliche Klimagase einzusparen. Nach eingehender Prüfung unterschiedlichster Installationstechniken und der Wirtschaftlichkeit des Projekts wurde dann in der Gesellschafterversammlung der GEG entschieden, dass die Anlage in Westerwiehe gebaut wird.

Dabei hatte es noch im Sommer so ausgesehen, als müsse das Projekt eventuell aus wirtschaftlichen Gründen wieder gekippt werden. Während die Ausschreibungen der Solarmodule schon liefen, kam die Ankündigung der Bundesregierung, im Rahmen einer Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes die Fördersätze reduzieren zu wollen.

Nach erneuter Überprüfung der Wirtschaftlichkeit des Projekts hatte sich die GEG trotzdem zur Umsetzung entschieden. „Wir haben hier eine Fläche von mehr als sechs Hektar – die können wir in Zukunft sinnvoll nutzen um, regenerative Energie zu erzeugen“, sagt GEG-Geschäftsführer Thomas Grundmann.

Die Anlage in Westerwiehe soll bis Ende des Jahres fertiggestellt sein. Mit einer Photovoltaik-Nennleistung von 2100 Kilowatt-Peak spart der Solarpark dann ab 2013 jährlich 1195 Tonnen Kohlenstoffdioxid ein.

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