Aus grüner Oase werden Bauplätze
Bild: Vredenburg

Der Bauausschuss votierte in jüngster Sitzung einstimmig für die zweite Variante.

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Der Bauausschuss votierte in jüngster Sitzung einstimmig für die zweite Variante. Er stimmte damit für den Beschlussvorschlag der Verwaltung und gegen die Empfehlungen der Unteren Landschaftsbehörde sowie des Landesbetriebs Wald und Holz NRW, die sich während der frühzeitigen Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung „aus naturschutzfachlicher Sicht“ für Variante eins ausgesprochen hatten.

Die 6000 Quadratmeter große Parkanlage mit Kinderspielplatz an der Eberhard-Unkraut-Straße, die im Norden an die Ems, im Osten an die vorhandene Wohnbebauung und im Westen an das Bibeldorf angrenzt, soll im beschleunigten Verfahren bebaut werden. Gegen die Variante eins spricht aus Sicht der Verwaltung, „dass wir für diese dann doch eher schmale Bebauung keine großen Vermarktungschancen sehen“, erklärte Abteilungsleiter Rüdiger Ropinski. Eines der zwei Sechsfamilienhäuser solle frei vermarktet werden, für das andere bekomme die Stadt das Belegungsrecht.

Auf die von Gabriele Siepen (Grüne) vorgeschlagene Möglichkeit, einzelne der prachtvollen Bäume als festen Bestand im B-Plan festzuschreiben, verzichtete der Rat. Für beide Varianten, die im Zuge der städtebaulichen Rahmenplanung erarbeitet wurden, ist ausgehend von der Eberhard-Unkraut-Straße die Erschließung über einen Stichweg mit Wendeanlage geplant. In Variante eins ist die geplante Bebauung inklusive der Gärten insgesamt auf die Grünfläche und die markanten Gehölze ausgerichtet, sodass ein Großteil der Bäume erhalten werden könnte. Darüber hinaus wäre auch eine großzügige Grünstruktur entlang der Schnittstelle zum Bibeldorf gewährleistet und die hochwertige Verbindungsfunktion zum Ems-Grünzug sichergestellt.

Variante zwei beinhaltet dagegen eine nahezu komplette Ausnutzung der Fläche durch Wohnbebauung und Gärten, aber eben ohne den größten Teil der bestehenden Gehölze. Die Verbindung zum Ems-Grünzug kann lediglich über einen Fuß-/Radweg im westlichen Randbereich erfolgen, der anders als in Variante eins nicht in eine großzügige Grünstruktur eingebunden ist.

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