Aus zwei Volksbanken wird ein Institut
Vertragsunterzeichnung: (von links) Die Volksbank-Vorstände (v. l.) Rudolf Hagenbrock, Alfons Hesse (beide Westerloh-Westerwiehe), Jörg Horstkötter und Franz Lipsmeier (beide Delbrück-Hövelhof).

 Darüber haben beide Banken gestern ihre Mitglieder informiert. „Die Vorabinformation der Anteilseigner hat Tradition in der Welt der Genossenschaften. Schließlich entscheidet das Votum der Mitglieder über das Zustandekommen einer Fusion“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Mit einer Mehrheit von 75 Prozent der gültig abgegebenen Stimmen müssen die Mitglieder der Volksbank Westerloh-Westerwiehe und die Vertreter der Volksbank Delbrück-Hövelhof Ende Juni auf zwei Versammlungen dem Vorhaben zustimmen. Bis dahin wollen die Vorstände und Aufsichtsräte der zwei Kreditgenossenschaften weiter informieren und für die Bündelung ihrer Kräfte werben. Von dem Zusammenschluss sollen alle Beteiligten profitieren: Die Mitglieder und Kunden durch ein breiteres und spezialisierteres Beratungs- und Betreuungsangebot, die Mitarbeiter durch bessere Weiterbildungs- und Aufstiegschancen und die Banken selbst durch eine spürbare Reduzierung von Verwaltungsaufwand und Kosten.

Insbesondere die steigenden gesetzlichen Anforderungen – die Branche spricht hier von der „überbordenden Regulatorik“ – sowie die aktuellen Herausforderungen des Finanzmarkts haben die zwei Kreditgenossenschaften dazu veranlasst, das Thema Fusion jetzt aktiv anzugehen. Seit vielen Jahren schon arbeiten die beiden Institute eng zusammen.

Als erfahrenster der vier amtierenden Bankleiter soll Franz Lipsmeier von der Volksbank Delbrück-Hövelhof den Vorsitz im Vorstand des gemeinsamen Instituts übernehmen.

Weitere Vorstandsmitglieder wären Jörg Horstkötter (Delbrück-Hövelhof) und Rudolf Hagenbrock (Westerloh-Westerwiehe). Vorstandsmitglied Alfons Hesse (Westerloh-Westerwiehe) soll seine Erfahrungen als Generalbevollmächtigter in das gemeinsame Institut einbringen. Als Aufsichtsratsvorsitzender ist Amtsinhaber Paul Berens (Delbrück-Hövelhof) vorgesehen. Die Stellvertretung soll Meinolf Linnenbrink (Westerloh-Westerwiehe) übernehmen.

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