Blattläuse bereiten Hobbygärtnern Sorge
Bild: Heckemeier
Kein schöner Anblick: Ein von Blattläusen befallener Rosenstrauch. Die klebrigen Ausscheidungen der Schädlinge sind Gartenbesitzern und Autofahrern gleichermaßen ein Dorn im Auge.
Bild: Heckemeier

Die befallenen Blätter bekommen einen klebrigen Belag, verfärben sich oder rollen sich zusammen, während die Triebe und Knospen verkümmern. Der klebrige Überzug auf den Blättern glänzt wie Öl. Indirekt richten die Blattläuse umfangreiche Schäden an, indem sie Pflanzenkrankheiten übertragen. Nicht nur in der Landwirtschaft gelten sie daher als bedeutende Schädlinge.

Blattläuse werden auch von Autobesitzern nicht gern gesehen, denn die klebrige Masse kann den Fahrzeuglack angreifen. Die Ausscheidungen der Blattläuse sollten schnell entfernt werden, da sich sonst Nährflächen für Pilze bilden, die von der Sonne in den Lack eingebrannt werden können. Der Wagen sollte nach der Wäsche mit Hartwachs behandelt werden, rät der ADAC.

Gärtnern sind Blattläuse ein Dorn im Auge, denn die Beeinträchtigung des Wachstums der Grün- und Blütenpflanzen in Haus und Garten ist ihnen ein Graus. Insbesondere in voller Blüte stehende Rosen, aber auch Birken und Obstbäume, sind zurzeit das Ziel der ungebetenen Gäste. Da die unscheinbaren Tierchen an Blumen, Sträuchern, Hecken und Bäumen gleichermaßen ihre unschönen Spuren hinterlassen, ist für viele Gärtner der Griff zu chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln die logische Konsequenz. Doch das sollte man sich gut überlegen, erklärt der städtische Umweltberater Paul Hölscher. „Allein schon mit Rücksicht auf den eigenen Garten sollte man darauf verzichten“, sagt er und betont, dass die meisten Blattlausarten immun gegen Schädlingsmittel seien.

Biologische Extrakte seien die bessere Wahl. Sinnvoll sei zudem die Förderung von natürlichen Feinden der Blattlaus. Dazu gehörten Marienkäfer, Schwebfliegen, Lauf- und Kurzflügelkäfer sowie Spinnen. Schlupfwespen legten ihre Eier in der Nähe von Blattläusen ab, damit ihre Larven sich gut entwickeln können. Auch für viele heimische Vogelarten seien Blattläuse im wahrsten Wortsinn ein gefundenes Fressen. Eine ausgiebige Düngung erhöhe zusätzlich die Widerstandskraft der Pflanzen. Insektenhotels und Hummelkästen, die als Unterschlupf und Nisthilfen dienen, seien gute Möglichkeiten, um der gefräßigen grünen Plage entgegenzuwirken, sagt Hölscher.

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