Bürgermeister ab Freitag nicht mehr im Amt
Bild: Tiemann
Danke für 15 Jahre im Bürgermeister-Amt: (von links) Beigeordneter Dieter Nowak sowie André und Monika Kuper.
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Sechs Monate bleiben, um einen neuen Bürgermeister zu wählen. Das Rietberger Stadtoberhaupt hat seinen Wahlsieg am Sonntag gebührend gefeiert. Angesichts des Desasters, das die CDU bei der Wahl landesweit erlebt hat, freute sich Kuper besonders über seinen Erfolg: „Ich habe auf Landesebene das dritthöchste Ergebnis aller Direktmandatsträger für die CDU geholt. Als um 18 Uhr die ersten Hochrechnungen kamen, hatte ich schon Schlimmes befürchtet“, sagte Kuper am Montag der „Glocke“.

Schon am heutigen Dienstag wird Kuper an der ersten Sitzung der CDU-Landtagsfraktion in Düsseldorf teilnehmen. Der Bauausschuss am Abend in Rietberg muss daher ohne ihn stattfinden.

Eine Zweitwohnung in Düsseldorf hat der scheidende Bürgermeister noch nicht angemietet, denn: „Der Zug von Gütersloh nach Düsseldorf fährt 90 Minuten. Ich werde in der ersten Zeit pendeln.“ Ob das in der Praxis immer möglich sei, werde sich zeigen. An langen Arbeitstagen könne er sich vorstellen, ein Zimmer in der Landeshauptstadt anzumieten. Dass Rietberg sein Hauptwohnsitz bleibt, hatte Kuper schon vor der Wahl betont.

Innerhalb kürzester Zeit musste der Bürgermeister einen regelrechten Wahlkampf-Marathon absolvieren. Er zeigte sich gestern erfreut darüber, dass es ihm offenbar gelungen sei, die Menschen in seinem Wahlkreis zu erreichen: „Ich habe so oft es ging das Gespräch mit den Bürgern vor Ort gesucht und mir Zeit für sie genommen.“

 Künftig wird Kuper von der Oppositionsbank aus Politik für die Region machen. Eine Tatsache, auf die er sich bereits eingestellt hatte. „Die jüngsten Prognosen zeigten einen deutlichen Vorsprung für Rot-Grün. Daher hatte ich mich darauf vorbereitet.“ Manches ließe sich aus der Opposition heraus vielleicht nicht so schnell umsetzen. Dennoch sei er zuversichtlich, dass die Arbeit im Landtag Früchte tragen werde.

Wie und vor allem wann es in Rietberg mit der Bürgermeisterwahl weitergeht, muss nun der Landrat festsetzen. Er bestimmt, wann die Emsstadt einen neuen Bürgermeister wählt.

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