Bürgerradweg nimmt Fahrt auf
Bild: Daub
Der Anfang ist gemacht: Zwischen der Westerwieher Straße und dem Steinhorster Becken wird in den kommenden Monaten ein Bürgerradweg angelegt. Fahrradfahrer sollen über die Strecke gefahrlos den Nachbarort erreichen können.
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Paul Helftewes kletterte schon mal vor dem Treffen gutgelaunter Westerwieher Bürger in den Kran und schob den Grasboden zielgerichtet ab. Für alle Fahrradfahrer aus der Region, die mit ihrem Drahtesel zwischen Rietberg und Steinhorst unterwegs sind, bedeutet der künftig 2,25 Meter breite und asphaltierte Radweg von rund zweieinhalb Kilometern Länge eine gefahrlose Fahrt entlang der Westerwieher Straße in ein attraktives Naherholungsgebiet.

Bürgermeister Andreas Sunder, der sich zum ersten Spatenstich zusammen mit dem Westerwieher Ortsvorsteher Detlev Hanemann eingefunden hatte, sprach von einem „historischen Moment“, weil nunmehr mit dem Bürgerradweg in Richtung Steinhorst ein Lückenschluss vollzogen werde. Gekrankt habe das Vorhaben lange Zeit an den schwierigen Grundstücksverhandlungen. Acht Grundstücksbesitzer haben inzwischen ihre Bereitschaft zum Grundverkauf abgegeben, damit das erste, 785 Meter umfassende Teilstück in Angriff genommen werden konnte. Dafür müssen 128.000 Euro aufgewendet werden. Insgesamt sind es zweieinhalb Kilometer künftige Asphaltstrecke, die zum Steinhorster Becken hinführen werden. Die Baumaßnahme wird vom Land unterstützt und sei mit insgesamt 350.000 Euro veranschlagt, informierte Sunder. Das Land habe einen Zuschuss von 128.000 Euro bewilligt.

Mit weiteren zehn Grundstückseigentümern muss jedoch noch über den Verlauf des zweiten Teils der Strecke verhandelt werden. Sunder und Hanemann gaben sich optimistisch, dass auch für diesen Abschnitt Bereitschaftserklärungen zustande kommen werden.

Bürgerradweg heißt das Projekt, weil Westerwieher bei vorbereitenden Arbeiten für eine 400-Meter-Strecke aktiv mithelfen wollen, den Radweg anzulegen. „Wir haben den Bagger organisiert und einen Spendentopf eingerichtet, um den Fahrer zu bezahlen“, schilderte Hanemann. Auch der Verein Radfahrerfreunde Lintel und Umgebung, der auch einige Mitglieder in Westerwiehe hat, signalisierte seine Mithilfe. Dabei müssen Schwierigkeiten berücksichtigt werden, die beim Auskoffern der Trasse zu bewältigten sind, so etwa die Durchquerung von Leitungen für Wasser, Strom und Telefon sowie für Glasfaserkabel. Detlev Hanemann: „Was wir hier gemeinsam angehen, dient allen.“

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