CDU-Chefstratege tritt von der Bühne ab
Bild: von Stockum
Vielen Dank für die Blumen: Während (v. l.) Christian Schiwiaka seinen Einstand gab, verabschiedete der neue CDU-Stadtverbandsvorsitzende Dr. Christian Brockschnieder seinen Vorgänger Bernhard Altehülshorst. Fraktionschef Marco Talarico lobte die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Bild: von Stockum

Die meisten der mehr als 70 erschienenen Mitglieder dürften geahnt haben, dass dieser Schritt bevorstand und Ratsherr Dr. Christian Brockschnieder an diesem Abend die Nachfolge antreten würde. Der 32-jährige Brockschnieder ist bereits seit einigen Jahren Stellvertreter Altehülshorsts gewesen und war erstmals 2009 in Rietberg mit der Reaktivierung der Jungen Union politisch in Erscheinung getreten. Der Vater einer Tochter lebt mit seiner Familie in Neuenkirchen und möchte neue Konzepte umsetzen. Dazu gehört auch, den Stadtverband zu einer Mitmachpartei zu formen. „Ich glaube, dass wir unsere Stärken schon recht gut ausspielen, aber auch, dass wir noch besser werden können“, ließ er die Christdemokraten wissen. Er wolle gemeinsam mit den Mitgliedern Gutes bewahren und offen für Neues sein.

Vor der einstimmigen Wahl des Prozessmanagers Brockschnieder zum Vorsitzenden gab Altehülshorst seinen letzten Bericht als Führungsspitze des Stadtverbands ab. Der Jurist, der schon einmal in dieser Funktion gewesen war, hatte sich 2012 „nach der aus unserer Sicht verunglückten Bürgermeisterwahl“ erneut in die Pflicht nehmen lassen, damals vom heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Ralph Brinkhaus.

Er habe seine Aufgabe nie so verstanden, zu organisieren, sondern auch politisch zu wirken, sagte Altehülshorst. Zwangsläufig sei es da zu mancher Auseinandersetzung gekommen, unter anderem mit Bürgermeister Andreas Sunder über die Verkehrsregelung auf der Rathausstraße und die angestrebte Beruhigung derselben. Aber auch Stadtwerke-Gründung, Breitbandversorgung und City-Outlet seien Themen gewesen, die man kritisch begleitet habe und weiter begleiten wolle. Ausdrücklich lobte der scheidende CDU-Chef die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden der Fraktion im Stadtrat, Marco Talarico. „Mit dir zusammen Politik zu machen, hat mir immer einen Riesenspaß bereitet“, sagte Bernhard Altehülshorst zum Abschied. Talarico gab das Lob gern zurück. „Wir alle wissen, dass das Verhältnis zwischen Fraktion und Stadtverband nicht immer so gut war.“

SOCIAL BOOKMARKS