CDU: Kein Verständnis für Höppner-Antrag
Bild: Vredenburg
Beim Neujahrsempfang der CDU in Neuenkirchen wurde das Thema Sporthalle diskutiert. Das Bild zeigt (von links)  Andreas Dreier, André Kuper (MdL), Ortsvorsteherin Bärbel Diekhans, Ralph Brinkhaus (MdB) und  Europaabgeordneten Elmar Brok.
Bild: Vredenburg

Auch in den eigenen Reihen. Ortsvorsteherin Bärbel Diekhans bezeichnete den Vorstoß ihres Rietberger Parteikollegen als „Nacht- und Nebelantrag“, der „für sehr viel Unmut gesorgt hat“. Im Rahmen des Neujahrsempfangs der CDU-Ortsunion Neuenkirchen in der Alten Volksschule stellte Diekhans am Sonntag klar: „Es geht nicht um den Bau einer zusätzlichen Turnhalle für Neuenkirchen.“ Die beschlossene Maßnahme sei ein lange ausgearbeiteter Kompromiss zwischen der Stadt Rietberg und den Nutzern, also Schulen und Vereinen.

Aufgrund nachgewiesener Bedarfe sei die Renovierung der alten Turnhalle dringend notwendig und auch das geschlossene Schwimmbad, das in eine kleinere Gymnastikhalle umfunktioniert werden soll, könne „in den nächsten zehn Jahren so nicht stehen bleiben“.

Stellvertretend für Michael Hellweg, der sein Amt als Vorsitzender der Neuenkirchener Ortsunion nach neun Jahren aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hat, wies Andreas Dreier unmissverständlich darauf hin, dass Höppner in seinem offenen Brief („Die Glocke“ berichtete) lediglich seine persönliche Auffassung vertrete. Diese entspreche keinesfalls der Meinung der Neuenkirchener Ortsunion und ihrer Ratsvertreter. Zu Sanierung und Umbau der Turn- und Schwimmhalle gebe es einen gültigen Ratsbeschluss, „der auch in dieser Form umgesetzt wird“. Daran werde auch eine genaue Prüfung der von Höppner angeführten Umstände durch Bürgermeister Andreas Sunder nichts ändern.

Raimond Pröger, Vorsitzender des TuS Westfalia Neuenkirchen, der in diesem Jahr 100-jähriges Bestehen feiert, hofft, „dass der Ratsbeschluss gültig bleibt“. Und: „Wir nehmen die Politik ernst, also sollte sie auch uns ernst nehmen.“ Laut Pröger hat der zweitgrößte Sportverein in Rietberg zurzeit 1662 Mitglieder, von denen etwa 1300 im Turnhallensport aktiv sind. Da die Hallenkapazitäten für 38 Mannschaften (37 unterschiedliche Angebote pro Woche) im Trainingsbetrieb nicht ausreichen, wird zurzeit auch in Rietberg und Varensell trainiert.

150 Aktive engagieren sich im Verein als Trainer, Übungsleiter, Helfer, Betreuer oder Vorstandsmitglieder. 41,5 Prozent aller Mitglieder sind Kinder und Jugendliche.

SOCIAL BOOKMARKS