Dachstuhl wird Raub der Flammen
Foto: Eickhoff
In der Nacht von Ostersonntag auf -montag ist die Polizei über den Brand eines Einfamilienhauses in Mastholte informiert worden.
Foto: Eickhoff

Wie die Polizei dieser Zeitung gegenüber mitteilte, war einer der Bewohner um kurz nach 2 Uhr durch einen lauten Knall aufgeschreckt worden. Als er nach der Ursache suchte, entdeckte er Flammen im Dachbereich der direkt an das Haus angebauten Garage. 

Feuerwehr rückt mit Großaufgebot an

Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an: Mehr als 60 Aktive der Löschzüge Mastholte und Rietberg waren vor Ort. Dort wurden sie auf drei weitere Einsatzstellen in der Nachbarschaft aufmerksam gemacht, wo Abfallbehälter in Brand gesetzt worden waren. In einem Fall wurde darüber hinaus eine Hecke hinter einem Gartentor entzündet. Der dortige Altpapierbehälter wurde komplett zerstört. Die Hitze beschädigte ferner ein abgestelltes Fahrzeug. 

„Als wir an der Alten Landstraße eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach des Wohnhauses“, berichtet Mastholtes Löschzugführer Günter Poll. Die Bewohner hatten versucht, das Feuer selbst zu löschen. Vorsichtshalber waren auch ein Rettungswagen aus Rietberg und das Notarzteinsatzfahrzeug aus Rheda-Wiedenbrück alarmiert worden. Die Bewohner wurden noch vor Ort untersucht, mussten aber nicht in ein Krankenhaus gebracht werden. 

Dachhaut muss geöffnet werden

Die Blauröcke kämpften mithilfe mehrerer C-Rohre von der Straße sowie von der Rückseite des Gebäudes aus gegen die Flammen. 16 von ihnen rüsteten sich mit Atemschutzgeräten aus, um sich gegen giftige Gase zu wappnen. „Ein Innenangriff war wegen der großen Brandintensität zunächst nicht möglich“, erklärt Poll. Unter Leitung von Stadtbrandinspektor Matthias Setter wurde eine Drehleiter vor dem Haus in Stellung gebracht und die Dachhaut geöffnet. So konnte das Feuer schließlich unter Kontrolle gebracht werden. 

Insgesamt rund dreieinhalb Stunden waren die Feuerwehrleute mit den Lösch- und Aufräumarbeiten beschäftigt. Vor Ort nahmen Beamte der Kriminalpolizei die Ermittlungen auf. Die Ursache des Brands ist noch ungeklärt. Die Polizei beschlagnahmte das Gebäude für weitere Untersuchungen. Der Schaden wird auf rund 200.000 Euro geschätzt. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Dienststelle in Gütersloh, Telefon 05241/8690, in Verbindung zu setzen.

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