Detmolder kommen mit Millionenscheck
Bild: von Stockum
Mit dem Förderbescheid: (v.l.) Josef Wegener, Marianne Thomann-Stahl, Andreas Sunder, Andreas Göke, Mattias Setter (Fachbereichsleiter Bauen) und Rüdiger Ropinski (Abteilungsleiter Räumliche Planung und Entwicklung).
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Bürgermeister Andreas Sunder und Kämmerer Andreas Göke blicken mit etwas Stolz auf das Schriftstück, das ihnen die Finanzierung der Maßnahmen für eine klimaneutrale Verwaltung sichert. Zwei Drittel des Gelds stammen aus Töpfen der Europäischen Union, ein Drittel kommt aus Düsseldorf. Die Stadt Rietberg legt selbst noch 750 000 Euro drauf, so dass unterm Strich etwa 3,75 Millionen zur Verfügung stehen, um der Kommunalverwaltung bis 2022 zur Klimaneutralität zu verhelfen.

Ehrgeiziges Ziel

„Ein ehrgeiziges Ziel“, würdigt am Dienstag Thomann-Stahl, die gleichzeitig die solide Vorarbeit der Verwaltung lobte. Immerhin 30 von 42 eingereichten Konzepten seien in Düsseldorf durchgefallen, weil sie nicht den Qualitätsansprüchen genügt hatten. Rietberg allerdings sei „vorbildlich unterwegs“.

Andreas Sunder gibt sich selbstbewusst: Rietberg besetze diverse Handlungsfelder in Sachen Klimaschutz und habe sich bundesweit einen Namen als Masterplankommune gemacht. Das in Düsseldorf vorgestellte Maßnahmenpaket beinhalte unter anderem ein Nahwärmenetz einschließlich innovativer Heizzentrale, einen CO2-neutralen Fuhrpark auf Elektrobasis und die energetische Sanierung der Cultura.

In der Fläche unterwegs

„Wir sind nicht nur punktuell, sondern in der Fläche unterwegs“, erläutert der Verwaltungschef der Regierungspräsidentin, die in Begleitung von Josef Wegener, Leiter des Dezernats für Wirtschaftsförderung bei der Behörde in Detmold, gekommen ist.

Treibhausemissionen senken

Der politische Beschluss zur Umsetzung des Maßnahmenpakets für eine klimaneutrale Verwaltung ist bereits vor einigen Monaten einstimmig gefasst worden. Den Fachleuten im Rathaus zufolge können die Treibhausemissionen im direkten Verantwortungsbereich der Kommunalverwaltung mit der Umsetzung aller Projektbausteine um weitere 601 Tonnen im Jahr gesenkt werden. Das entspricht – bezogen auf den Wert von 2015 – einer Verringerung um 46 Prozent, mit Blick auf 2010 sogar um 78 Prozent.

„Das ist sportlich, aber machbar“, merkt Andreas Sunder am Dienstag mit Blick auf die Frist bis 2022 an. Angesichts der zu erwartenden zusätzlichen Aufgaben werde in Kürze eine Stelle ausgeschrieben, kündigt der Verwaltungschef an.

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