Endlich am Ziel: Standortfrage  gelöst
Bild: Sudbrock
Ein tiefes Fundament musste am Neuen Markt zwischen Rathaus und Pfarrheim ausgehoben werden. Dort soll der Maibaum der Kernstadt am 29. Mai aufgestellt werden.
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Das Amt für Denkmalpflege hat den Planungen, den Brauchtumsbaum am Brunnen aufzustellen, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun soll er den Neuen Markt schmücken.

Wo einst eine junge Linde stand, sie war 2008 im Vorfeld der Landesgartenschau gepflanzt worden, war am Dienstag noch ein tiefes Loch. Dort wurde gestern von der Firma Feist für den schmucken Baum ein Betonfundament gegossen. Die Linde hat unweit ihres alten Platzes ein neues Zuhause gefunden.

Am Montag wurden die Bereiche zwischen Rathausanlage und Pfarrheim abgesperrt, ehe die Mitarbeiter der Firma Tiefbau Hark ans Werk konnten. Dirk Ehlers erklärte sich bereit, die Arbeiten ehrenamtlich durchzuführen.

Bereits in der Woche nach Ostern hatte sich Dr. Barbara Pankoke vom Westfälischen Amt für Denkmalpflege und Denkmalschutz die Örtlichkeiten im historischen Stadtkern angesehen. Sie war mit dem Vorschlag der Verwaltung, den Maibaum neben den Brunnen vor dem Rathaus zu stellen, alles andere als glücklich. „Sie befürchtete, der Baum könne dem Brunnen die Show stehlen“, erklärte Ortsvorsteher Engelbert Ottemeier im Gespräch mit der „Glocke“. Des weiteren habe sie argumentiert, dass man um den Stamm Platz zum Tanzen bräuchte. Diese Gegebenheiten seien am Neuen Markt gegeben.

Als klar war, dass der eigentliche Standort, mit dem sich alle gut anfreunden konnten, doch nicht infrage kommt, seien alle erst schockiert gewesen, wie Ottemeier betonte. Dennoch sei man im Nachhinein sehr froh, dass der Maibaum einen Platz in der Innenstadt gefunden habe, sagte er. Denn der alternative Standort am Eingang Gartenschaupark-Mitte war bei der Interessengemeinschaft alles andere als beliebt.

Am Montag haben sich die Mitglieder der Interessengemeinschaft erneut getroffen. Dort ging es auch um die Finanzierung des Maibaums inklusive Feier. Die Anwesenden einigten sich darauf, dies durch Fördergelder schultern zu wollen. Jeder Ortsteil hat jährlich 5000 Euro aus einem Fördertopf zur Verfügung. Mehr als 20 Vereine wollen mit ihren Wappen den Baum schmücken. Dieser soll am 29. Mai im Rahmen eines Fests aufgestellt werden. Bis dahin hat das Fundament Zeit zum Aushärten.

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