Erdreich probt den Widerstand
Eine neue Tradition im Forum Natur des Gartenschauparks begründeten Reinhard Hermelingmeier, Helmut Kammermann, Wilhelm Gröver, Bernhard Walter und Hans-Martin Bröskamp (v.l.) mit dem Pflanzen einer Traubeneiche. Die Verbundpartner wollen künftig jährlich weitere Bäume in der Nähe des Aussichtsturms am Obersee setzen.

Hans-Martin Bröskamp und Wilhelm Gröver von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Güterloh, Reinhard Hermelingmeier vom Rietberger Hegering, Bernhard Walter von der Biologischen Station Gütersloh-Bielefeld und Parkmeister Helmut Kammermann gingen mit Spaten ausgerüstet ans Werk, um ein Loch für den mächtigen Ballen zu graben. Dass sie letztlich eine dreiviertel Stunde benötigen würden, hätten sie nicht gedacht.

Einen halben Meter dick war die feste Schicht, die die Fünf mit Muskelkraft durchdringen musste. „Zum Glück sind wir gut ausgerüstet“, kommentierte Kammermann. Er hatte einen Erdbohrer dabei, dem der Boden letztlich nicht standhalten konnte. Das Pflanzloch geriet wesentlich tiefer als das unweit gelegene Bachbett – gute Voraussetzungen also für die Wurzelbewässerung des jungen Baums, den die Untere Landschaftsbehörde gestiftet hat.

Die Patenschaft für den Baum übernimmt der Hegering. Reinhard Hermelingmeier: „Ich fahre täglich raus und gieße, damit das einmal ein stattliches und schattenspendendes Exemplar wird.“ Die Traubeneiche ist der Baum des Jahres 2014. Sie wächst nur langsam und kann ein Alter von bis zu 800 Jahren erreichen. Sie ist nach der Stieleiche die in Mitteleuropa am weitesten verbreitete Eichengattung. Die Blühzeit liegt im April und Mai, die Früchte reifen im Oktober.

Auch sechs Jahre nach Ende der Gartenschau engagieren sich die Untere Landschaftsbehörde, die Rietberger Jägerschaft, die Biostation und der Landesbetrieb Wald und Holz im Forum Natur. Sie unterhalten nicht nur die Infopavillons, sondern bieten mit dem Sommerfest auch eine attraktive Großveranstaltung für tausende Besucher. In diesem Jahr soll das beliebte Angebot am 20. Juli von 11 bis 17 Uhr stattfinden. Die Jägerfrauen servieren Waffeln, Kuchen und Kaffee, die Jagdhornbläser sorgen für musikalische Unterhaltung. Nicht fehlen darf Habicht Stella auf dem Arm von Falkner Helmut Schierl. Der Raubvogel gilt als Maskottchen des Sommerfests und lässt sich von Kindern sogar streicheln.

Jagdliche Informationen gibt es mit der rollenden Waldschule der Kreisjägerschaft. Alle Kinder sind eingeladen zum kostenlosen Tretbootfahren auf dem Obersee. Motorsägenkünstler Carsten Bölts wird aus Baumstämmen Skulpturen fertigen. Zudem können sich alle Besucher im Bogensport versuchen.

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