Fast fettfrei: Luc Steinker in Bestform
Bild: Pierre Lamely/Body-Xtreme.de
Binnen drei Monaten hat der 22-Jährige seinen Körper extrem verändert. Klasse statt Masse lautet das Motto der Verwandlung. Luc Steinker reduzierte sein Gewicht von 89 auf 74 Kilogramm, ohne dabei Muskeln einzubüßen.
Bild: Pierre Lamely/Body-Xtreme.de

„Der Ehrgeiz, meinen Körper immer weiter zu optimieren, ist durch den jüngsten Erfolg noch größer geworden“, sagt Luc Steinker. Dass man mit Disziplin, hartem Training und der richtigen Ernährung beinahe jedes Ziel erreichen kann, ist sein persönliches Fazit nach der dreimonatigen Vorbereitung auf die Body-Xtreme-Revolution. Beim Vorentscheid Mitte Januar brachte der angehende Sport- und Fitnesskaufmann noch 89 Kilogramm auf die Waage, beim Finale in Fulda waren es nur noch 74 Kilo.

Gewichtsverlust als Teil des Plans

„Der Gewichtsverlust war beabsichtigt und das Ergebnis meines speziell ausgearbeiteten Ernährungsplans“, erklärt Steinker. Dabei galt es für den jungen Mann, der erst seit zweieinhalb Jahren im Fitnessstudio trainiert, den Körperfettanteil Stück für Stück zu reduzieren, ohne dass die zuvor aufgebauten Muskelberge davon in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Der Plan ist aufgegangen: Beim Wettbewerbsfinale in Fulda präsentierte sich Luc Steinker in Bestform. „Bei einem Körperfettgehalt von gerade einmal 4,5 Prozent kamen alle Muskelpartien optimal zur Geltung“, freut er sich im Gespräch mit der „Glocke“. Von fast 170 Teilnehmern, die im Januar an den Start gegangen waren, arbeitete sich der Auszubildende des Rietberger Studios „My Fitness“ auf Rang drei hervor. Stolz ist Luc Steinker auf seinen Erfolg auch deshalb, weil die Wettbewerbsjury prominent besetzt war. Einer der Juroren war Murat Demir, der die Verwandlung des ehemaligen Fußball-Nationaltorwarts Tim Wiese zum muskelbepackten Wrestler begleitet hatte.

Scheinwerferlicht kaschiert nichts

Beim Finale in Fulda musste sich Steinker von seiner besten Seite zeigen: Denn im grellen Scheinwerferlicht auf der Bühne fielen selbst kleinste Schwächen sofort auf. „Zunächst hatten wir sieben Pflichtposen zu absolvieren, bei denen wir beispielsweise Bauch, Beine, Bizeps und Brustmuskulatur in Szene setzen mussten“, erinnert sich der 22-Jährige. „Danach war eine Minute Zeit für eine selbst zusammengestellte Posing-Abfolge.“ Weil die sechs Finalisten in den Augen der Jury qualitativ so dicht beieinander lagen, war sogar ein Stechen erforderlich. „Das war Adrenalin pur“, beschreibt Steinker die Aufregung in der Endrunde.

„Mal sehen, wie weit ich es bringe“

Auf seinen Lorbeeren ausruhen will sich Luc Steinker nicht. Auch wenn er in Fulda quasi nebenbei noch den deutschen Vizemeistertitel in der Juniorenklasse bis 75 Kilo eingeheimst hat und es deshalb in nächster Zeit eigentlich etwas ruhiger angehen lassen könnte, gönnt sich der Bodybuilder keine Ruhe. Denn die nächsten Wettbewerbe auf Landes- und Bundesebene stehen vor der Tür. Und bei einigen dieser Vergleiche will Steinker wieder auf der Bühne stehen und glänzen: „Mal sehen, wie weit ich es noch bringe“, sagt der Auszubildende zum Sport- und Fitnesskaufmann.

Dass er dann wieder ein straffes Vorbereitungsprogramm absolvieren muss, nimmt der 22-Jährige gerne in Kauf. „Fünf und mehr Liter Wasser am Tag zu trinken, 4500 Kilokalorien täglich zu mir zu nehmen und ganz nebenbei im Studio meine Muskeln zu stählen, daran habe ich mich doch sowieso längst gewöhnt“, sagt Steinker und lacht.

Seit Kindertagen ein Energiebündel

Ein Energiebündel war der Bielefelder übrigens schon immer. Damit der Junge ausgelastet war, meldeten seine Eltern ihn schon früh zum Schwimmen, Kickboxen und einem Kursus in der asiatischen Selbstverteidigungskunst Ju-Jutsu an. Den Gang ins Fitnessstudio wagte Luc Steinker erst relativ spät – dafür gleich zweifach: Einerseits als Auszubildender, andererseits als Trainierender. Seitdem lautet sein Ziel, sich stets aufs Neue zu beweisen.

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