Fehlendes Gutachten verzögert Baustart
Bild: Vredenburg
Das Areal ist vorbereitet: Weil der Kreis ein Schallschutzgutachten nachgefordert hat, verzögert sich der Baubeginn des neuen Kolpinghauses in Pastors Garten in Neuenkichen. Es sei der übliche Gang, dass gegebenenfalls nachgebessert werden muss, sagt die Stadtverwaltung.
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Manchmal geht es  bei den Stammtischtreffen ziemlich heftig zu, weil man nicht immer einer Meinung ist. „Aber letztendlich haben wir uns immer in aller Freundschaft ausgetauscht“, blickt der frühere Ortsvorsteher Hans Daberkow zurück.

„Wir waren ziemlich erschüttert“

Ganz besonders bewegt hat die neunköpfige Gemeinschaft, die im April 1979 mit 15 wackeren Gesellen gestartet ist, der geplante Abriss und Neubau des Kolpinghauses in Pastors Garten. Daberkow: „Als wir aus der Zeitung davon erfahren haben, waren wir alle ziemlich erschüttert. Viele von uns haben das Kolpinghaus als zweite Heimat gesehen. Wir haben hier getanzt und Hochzeiten sowie runde Geburtstage gefeiert.“ Zudem habe er dort seine Frau Liesel kennengelernt.

So hitzig die Pläne auch diskutiert worden seien, habe sich in der Runde nach nüchterner Betrachtung des Zustands der Immobilie und der Vorteile, die ein Neubau mit sich bringt, die Erkenntnis durchgesetzt, dass der Kolpinghausverein als Bauherr sicherlich die richtige Entscheidung getroffen habe. „Jetzt warten wir alle auf den ersten Spatenstich und fragen uns, warum das eigentlich so lange dauert“, sagt Daberkow.

Warten auf ersten Spatenstich

Anfangs habe es geheißen, dass alles recht schnell gehen soll, so der ehemalige Ortsvorsteher weiter. Von einem Startschuss Mitte 2018 sei die Rede gewesen. „Jetzt haben wir schon April und es ist immer noch nicht abzusehen, wann es so weit ist“, wundert sich der 82-Jährige, der 2013 für sein langjähriges gemeinnütziges Engagement in der Kommunalpolitik das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen bekam.

Noch keine Genehmigung

Im Januar hatte Andreas Venker, Geschäftsführer des Vereins Kolpinghaus Neuenkirchen, die zeitliche Verzögerung damit erklärt, dass der Dorfgraben während der Bauarbeiten übergangsweise verrohrt werden müsse, „um überhaupt beginnen zu können“. Der Kreis Gütersloh als zuständige Behörde habe diesen Plänen nicht gleich zugestimmt, weil das Rinnsal im Zuge der anstehenden Umgestaltung von Pastors Garten ohnehin umgelegt werden soll. Inzwischen liege das Einverständnis in schriftlicher Form jedoch vor. Nun warte der Verein nur noch auf die Baugenehmigung seitens der Stadt. Und die wurde bislang nicht erteilt.

Schallschutzgutachten eingefordert

„Der Kreis Gütersloh hat bei der Prüfung der Unterlagen festgestellt, dass ein Schallschutzgutachten beizubringen ist. Darum wird sich der Antragsteller wohl aktuell kümmern“, teilte Stadtsprecher Juergen Wohlgemuth auf Nachfrage der „Glocke“ mit. Erfahrungsgemäß nehme die Erstellung eines solches Gutachtens etwas Zeit in Anspruch. Eine zeitliche Verzögerung sieht Wohlgemuth hier nicht. „Es ist der übliche Gang eines solchen Verfahrens, dass Unterlagen angefordert, geprüft und gegebenenfalls nachgebessert werden müssen.“

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