Feuerspeiender Drache lockt Besucherscharen
Bild: Vredenburg
Heiß begehrt war das Drachenfest im Klimapark in Rietberg.
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Dass Tageskarten zu zwei Dritteln nachgefragt waren, während ein Drittel der Besucher im Besitz einer Dauerkarte war, habe sich auch an den Autokennzeichen auf den Parkplätzen widergespiegelt. Der Aktionstag zum Abschluss der Sommersaison habe etwa Gäste aus Bielefeld, Herford, Detmold, Soest und Warendorf in den Park gelockt. „Fangdorn“, der „letzte lebende Drache der Welt“, wie sein Bezwinger, der „Herr Blüterich“ (Guido Peter), behauptet, ist längst mehr als der heimliche Star des Drachenfests. Er war Inzwischen zum vierten Mal zu Gast und „Kindlinge“ sowie „(V)erwachsene“ haben das feuerspeiende Ungeheuer, das Gänseblümchen liebt, längst fest in ihr Herz geschlossen. Die dicht umringten Drachenvorführungen des Fantasy-Theaters aus dem Südharz wurden ergänzt durch viele Mitmachaktionen und vielfältige Bastel- und Naschangebote.

Anregungen zum Klimaschutz

Bei so viel Trubel gerieten die eigentlichen Themen des Klimaparks, nämlich Photovoltaik, Solarthermie, Erdwärme, Abfallwirtschaft und Klimaschutz, in den Hintergrund. „Das Drachenfest ist eher ein Familienfest“, weiß Birgit Frerig-Liekhues, die neue Klimaschutzmanagerin der Stadt. Wenig Beachtung fand auch das grüne Klimamännchen, das für den „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ für die Stadt Rietberg wirbt. Bürger sind dazu aufgerufen, ihre Wünsche und Anregungen zum Thema Klimaschutz auf der Figur schriftlich zu fixieren. Die Botschaften sollen im Masterplan Berücksichtigung finden. „Ein paar Sätze stehen schon drauf“, bilanziert Birgit Frerig-Liekhues. Das grüne Männchen, das vorerst im Klimapark bleiben soll, lädt weiterhin dazu ein, sich mit eigenen Klimaschutzanliegen zu beteiligen.

„Darüber hinaus überlegen wir zurzeit, wie wir Bereiche, wie die Beiträge der inzwischen insolventen Firmen hb-Solar und Biogas Nord neu beleben können, um den Klimapark insgesamt wieder attraktiver zu machen“, informiert die Klimaschutzmanagerin. Vor dem Hintergrund des im Frühjahr beschlossenen Pilotprojekts zur Erstellung eines Entwicklungs- und Schutzplans (ESP) zur Verbesserung des Hochwasserschutzes („Die Glocke“ berichtete) solle demnächst auch das Thema Wasser im Klimapark eine Rolle spielen.

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