Flotte Modellautos gehen ins Rennen
Bild: Daub
Seit zehn Jahren stehen in Druffel ferngelenkte Modellautos hoch im Kurs. Das nahm die Sportgemeinschaft (SG) Druffel zum Anlass, um einen Aktionstag auf ihrem Gelände am Westring zu veranstalten.
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Vertreter der sieben Stadtteile steuerten Elektrotourenwagen ins Ziel – wenn letztere unterwegs nicht aus der Kurve getragen wurden. Schönstes Sommerwetter, viele begeisterte Zuschauer – das zehnjährige Bestehen der Modellautounterabteilung klappte unter Superbedingungen. Gerade einmal 1350 Gramm – „das sind anderthalb Pakete Milch“, sagte zweiter Vorsitzender Matthias Sandbote, – wiegt ein Tourenwagen. Die 36 Zentimeter langen Gefährte erreichen bis zu 60 Stundenkilometer Geschwindigkeit. Zu viel Tempo hat seine Tücken, wie Andreas Sunder, Bokels Ortsvorsteher, registrieren musste. Der von ihm ferngelenkte Wagen wurde in einen Unfall verwickelt und auf Rang fünf platziert – immerhin noch besser als seine Widersacherin Bärbel Diekhans, Neuenkirchens Ortsvorsteherin, die sich ihm an die Fersen heftete, und Rang sechs belegte. Nach drei Vorläufen hatten sich die vom Veranstalter eigens zum fairen sportlichen Vergleich geladenen Ortsvorsteher überreden lassen, das Finale in die eigenen Hände zu nehmen. Jeder packte sich ein Steuergerät und drückte die Hebel bis zum gewünschten Erfolg – oder schickte ein Stoßgebet zum Himmel. Allen voran einer, der (noch) ohne politisches Amt ist: Philipp Ebbert, von Haus aus im Umgang mit Autos geschult.

Philipp Ebbert fährt den Sieg ein

Der Westerwieher Ortsvorsteher Detlef Hanemann schickte ihn als seinen „persönlichen Gladiator“ nach Druffel. Die Strategie ging auf: Ebbert wurde erster, vor dem um Ruhm und Ansehen bemühten Gastgeber, Druffels Ortsvorsteher Theo Kofort, der alles wagte und dennoch nur auf dem zweiten Platz landete. Einen Achtungserfolg erzielte Engelbert Ottemeier, Rietbergs „Geheimwaffe“. Mit der unerschütterlichen Ruhe des „Südländers“, wenn man denn so die Mastholter als Einwohner Rietbergs bezeichnen darf, steuerte sich geschickt Gisbert Schnitker auf Platz vier. Die Nachfolgenden – Andreas Sunder, Bärbel Diekhans und Anneliese Schule-Döinghaus aus dem Klosterdorf Varensell – strahlten ebenso wie die besser Platzierten, als sie mit Urkunden für ihren Einsatz ausgezeichnet wurden.

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