Förderzusage über 820.000 Euro
Bild: von Stockum

Zumeist gähnend leer und nach heutigem Ermessen furchtbar fantasielos angelegt – so präsentiert sich seit Langem der Kirchplatz im Schatten von St. Margareta Neuenkirchen.

Bild: von Stockum

Garniert hat man das Ganze mit einem Abfalleimer und unterlegt mit Zementsteinpflaster in diversen Varianten. Höchste Zeit, dass sich an dieser formvollendeten Zweckmäßigkeit etwas ändert, sagen Kirchenvorstand und Stadtverwaltung. Rundherum gelangt der Rietberger Ortsteil zu neuer Blüte, da soll das Umfeld des Gotteshauses als ursprünglicher Mittelpunkt der Besiedlung nicht hinten anstehen.

In dem Zusammenhang ließ Bürgermeister Andreas Sunder unlängst via Facebook verlauten, dass ihn eine „gute Nachricht aus Düsseldorf“ erreicht habe: Knapp eine Millionen Euro Städtebaufördermittel fließen wieder nach Rietberg. Der Löwenanteil – etwa 820 000 Euro – ist für die Umgestaltung des Neuenkirchener Kirchplatzes und des dazugehörigen Pfarrgartens vorgesehen. Rund 180 000 Euro sollen in die weitere Offenlegung der Umflut am Südwall fließen.

Der Grundstein für den vielfach formulierten Wunsch nach einem neuen Dorfmittelpunkt ist mit der Zusage aus der Landeshauptstadt gelegt worden. Wie genau eine zeitgemäße Gestaltung des Kirchplatzes von St. Margareta aussehen könnte, steht allerdings noch nicht fest. Bei dem Plan, welcher von der Stadtverwaltung an die Bezirksregierung in Detmold gemeinsam mit der Bitte um Bezuschussung des Vorhabens übermittelt worden war, handelt es sich nicht um viel mehr als eine grobe Skizze. Sie sollte lediglich den Anforderungen bei der Antragstellung Genüge tun.

Über das Wie, das Was und das Wann werden sich in den kommenden Monaten zunächst der Bauausschuss im Rat der Stadt Rietberg in enger Abstimmung mit dem Kirchenvorstand Gedanken machen. Dabei werden die beiden Gremien nicht von Eile getrieben: Noch bis Ende Dezember habe man Zeit für die Feinplanung, sagt Nina Tiemann, Pressesprecherin im Rathaus Rietberg. Wenn dann im Lauf des kommenden Jahrs die Arbeiten beginnen, sei sichergestellt, dass der Anspruch auf Fördermittel erhalten bleibe.

70 Prozent des Finanzbedarfs zur Umgestaltung des Kirchplatzes sollen mit den Fördermitteln gedeckt werden. Der Rest würde aus der Stadtkasse beigesteuert. Da allerdings die Gemeinde in Aussicht gestellt hat, sich an dem Vorhaben beteiligen zu wollen, dürfte der kommunale Anteil deutlich geringer als ursprünglich angenommen ausfallen.

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