Frühförderung an der Pochenstraße 
Bild: Vormittag
Das Team der Heilpädagogischen Frühförderung mit Leiterin Angelika de Roos (Mitte) bietet an der Pochenstraße in Rietberg Eltern seine Dienste an.
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 Im September zog das Team um Leiterin Angelika de Roos um: von der angestammten Station im Jugendwerk in neue Räumlichkeiten an der Pochenstraße. Das Licht durchflutet die hellen Räume. Möbel, Spiel- und Bastelsachen sind frisch einsortiert. Außer der eigenen Küche für Back- und Kochaktionen gibt es jetzt eine Werkbank, Schaukel oder Klettergerüst. Im hinteren Bereich befindet sich das Büro. Denn neben all der praktischen Arbeit, muss ebenso der Papierkram erledigt werden. Außerdem führen die Mitarbeiter dort regelmäßig Gespräche mit Eltern und Erziehern.

Mit dem Standortwechsel innerhalb Rietbergs wechselte der Träger: Die Kolping-Akademie für Gesundheits- und Sozialwesen übernimmt fortan die Trägerschaft für den umfassenden Dienst aus dem Kinder- und Jugendbereich. Angelika de Roos, Heilpädagogin und Fachwirtin für Erziehungswesen, betont: „Es war stets eine tolle, wertschätzende Zusammenarbeit mit dem Jugendwerk. Und sie wird auch weiter bestehen. Im Sommer dürfen wir beispielsweise das große Außengelände dort mitnutzen.“

Die Schließung der Station sei schlichtweg aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt. Stetig steigende Tariferhöhungen bei der Caritas hätten den Schritt samt Umzug veranlasst. „Doch uns war es wichtig, weiterhin vor Ort zu bleiben“, erklärt sie. „Weil sich die Arbeit hier über die Jahre hinweg etabliert hat, haben wir Kontakt mit dem Kolping-Akademieleiter aufgenommen, der sofort interessiert war“, blickt die Leiterin zurück.

Zusammen mit ihrem dreiköpfigen Team, einer Heilpädagogin, einer Motopädagogin sowie einer Ergotherapeutin und inklusive der Außenstelle in Schloß Holte-Stukenbrock betreut sie insgesamt 60 Familien. Zum Angebot gehört auch die mobile Förderung, die in den Kindertageseinrichtungen oder zuhause stattfindet: „Wir können so im sozialen Umfeld fördern, im häuslichen Raum unterstützend tätig sein oder Konflikte lösen“, begründet Angelika de Roos die mobile Arbeit. Zum Tätigkeitsgebiet des vierköpfigen Teams gehören Rietberg, Rheda-Wiedenbrück, Langenberg und Verl. Im Kreis Gütersloh gebe es „ein großes Feld der Frühförderung“, weiß die Fachfrau. Das sei andernorts nicht selbstverständlich.

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